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Gehirn-Regeneration: Warum dein Gehirn Ruhe braucht und wie du Überlastung erkennst

Folge #39 · mit Teresa Carmen

Das Video läuft mit Untertiteln.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Das Gehirn flüstert, bevor es schreit: Reizbarkeit, emotionale Unausgeglichenheit und empfindliches Gehör sind frühe Zeichen der Überlastung – nicht erst Kopfschmerzen.
  • Auf der Couch mit Handy und Netflix ist keine Pause fürs Gehirn – es braucht reizarme Phasen, um den Tag zu verarbeiten.
  • Das Gehirn macht nur 2 % der Körpermasse aus, verbraucht aber 30 % der Energie – auch im Ruhezustand, und hat kaum Reserven.
  • Echtes Multitasking gibt es nicht: Jeder Wechsel kostet Energie (Switching Costs) – eine Aufgabe nach der anderen entlastet.
  • Natur und die Farbe Grün bringen das Gehirn über natürliche Lichtmuster in beruhigende Rhythmen – wie ein Dirigent fürs Orchester.
  • Dauerstress baut eine allostatische Last auf, die sich nicht in einem Urlaub abbauen lässt – es braucht möglichst tägliche Entlastung.

Das ganze Gespräch zum Nachlesen

Das vollständige Transkript der Folge — zum Mitlesen, Nachschlagen und Zitieren.

Transkript anzeigen

Nicola00:00

Hallo und herzlich willkommen zurück zum Podcast zur Langlebigkeit, unserem gemeinsamen Weg mit tollen Expertinnen und dem aktuellsten Wissensstand der Forschung, genau die besten und hoffentlich auch die längsten Jahre unseres Lebens zu genießen. Das letzte Mal, als es um die Gehirn- und die Kopfgesundheit ging, da hat uns Professor Heneka mit einer neuesten Studie darüber aufgeklärt, dass ja, alles was in der Luft ist, dieser Feinstaub richtig schädlich ist für unser Gehirn und Demenz mitverursachen kann. Und was hat er uns geraten? Vier Stunden Bewegung pro Woche. Das arbeitet dagegen an und das sollte jeder von uns doch bei 168 Wochenstunden hinbekommen. Naja, ich bin dran. Wie sieht es bei dir aus? Heute geht es wieder um die Kopfgesundheit mit einer Wissenschaftlerin mit der ich die Frage erkunden möchte, wie können wir unser Gehirn schützen? Und ich sag mal am meisten vor uns selbst, nämlich vor Überbeanspruchung. Dass wir es nicht regenerieren lassen, unser Hirn, obwohl wir da inzwischen ja gut drauf achten, was unseren Körper betrifft, was unsere Seele betrifft. Aber übers Gehirn, da wird eigentlich zum Thema Regeneration recht wenig gesprochen und das soll sich jetzt mit diesem Gespräch direkt ändern.

Nicola01:31

Hallo liebe Teresa Carmen in der Ferne.

Du sitzt, wir dürfen es verraten, am anderen

Teresa01:40

in Boston.

Nicola01:41

Ende der Welt quasi. Genau.

Teresa01:44

Genau.

Nicola01:45

Du bist gerade aufgestanden, weil du nicht nur Neurowissenschaftlerin bist, sondern auch an dem berühmten, bekannten MIT forschst in den USA. Thema. Darüber hinaus bist du aber auch noch unter die Gründerinnen gegangen. Auch da kommen wir später noch zu sprechen.

Vor allem ist es dir ein Anliegen, so habe ich dich kennengelernt und bin auf dich aufmerksam geworden, dass du nicht aus dem Elfenbeinturm heraus kommunizieren willst, sondern das schon in den Alltag der Menschen, wie hier an uns Zuhörenden in diesem Podcast, die Themen bringen willst und übersetzen willst. Dein Forschungsgebiet ist die Überlastung

Teresa02:30

Das ist...

Nicola02:31

des Gehirns.

Teresa02:34

Ja, also ich glaube, indirekt spielt die Überlastung heutzutage immer eine wichtige Rolle. Vor allem mein Hauptschwerpunkt ist eigentlich die klassische Grundlagenforschung. Da geht es hauptsächlich darum, wie das Gehirn lernt und wie wir es schaffen, dass das Gehirn auch im Alter noch so effektiv lernt wie im Junggehirn. Und da spielt natürlich Belastung auch immer eine große Rolle, weil die Belastung der Lernfähigkeit in einem oder anderen Moment sehr im Weg stehen kann.

Nicola02:58

Ja, ich habe mir das Bild mitgenommen, damit wir da direkt einführen, dass du gegeben hast. Also der Klassiker ist ja, das kennen wir alle, wenn der Tag so besonders gerockt hat, dann wünschen wir uns eigentlich abends nur noch die Couch. So, ohne Kinder kann man direkt auf die Couch. Mit Kindern ist es meistens etwas später, aber dann liegt man da so gemütlich. Wenn es gut gelaufen ist, hat man noch was kochen können, wenn nicht mit einer Tüte Chips. Aber was immer dazu gehört, ist was zum Daddel, also mein Smartphone. Und dann läuft meistens auch noch die Klotze analog oder Streaming ist auch egal. Und jetzt sage mir mal, finde den Fehler.

Teresa03:39

Ja, das ist leider, man denkt jetzt in so einem Moment, ach, das ist doch eine super Regeneration oder Erholungsphase für mein Gehirn. Ich liege ja schließlich nur auf der Couch. Und das ist wahrscheinlich für die Muskeln eine gute Erholung und für den restlichen Körper aber leider nicht fürs Gehirn. Und das ist der Fehler, den du gerade genannt hast, also dieses weiter am Handy daddeln und sich stimulieren zu lassen.

Weil nämlich gerade auch das Gehirn braucht ganz konkrete Phasen, in denen es alles, was über den Tag hinweg passiert ist, in Ruhe verarbeiten kann. Und es ist nämlich genau in diesen Ruhephasen auch sehr aktiv. Also was viele Menschen gar nicht wissen, ist, dass das Gehirn nachts auch wahnsinnig aktiv ist. Dort verarbeitet es Informationen, die am Tag passiert sind. Das glymphatische System, das sogenannte Reinigungssystem, fährt in der Nacht auf, das Gehirn zu reinigen. Also...

Das Gehirn ist eigentlich konstant wahnsinnig aktiv. Es bedeutet nicht nur Energie zum Nachdenken, sondern auch für alles andere. Und genau deswegen sind Ruhephasen besonders wichtig. Wenn man jetzt auf der Couch liegt, wie du gerade gesagt hast, und weiter am Handy rumdaddelt oder vielleicht noch Netflix im Hintergrund, ist das alles keine Pause fürs Gehirn.

Nicola04:48

Okay. Aber würde dann nicht so eine Überlastung bedeuten, ich kriege zum Beispiel Kopfschmerzen oder so Spannungsschmerz?

Teresa04:57

Ja, das ist auch wieder bei den Muskeln weiss man ja, wenn man es bisschen übertrieben hat, dann kriegt man schnell einen Muskelkater. Wir haben jetzt keinen Gehirnkater, der uns sofort signalisieren kann, dass das jetzt ein bisschen zu viel war die letzten paar Tage.

Was viele Menschen eher merken, ist eine emotionale Unausgeglichenheit, eine gewisse Reizbarkeit. Viele Menschen empfinden auch, dass Sachen, die sie normalerweise den ganzen Tag über machen, wie zum Beispiel Musik hören oder Podcasts hören, immer anstrengender werden. Viele müssen dann die Lautstärke runterstellen, weil das Gehirn plötzlich schon signalisiert es ist zu überlastet. Also das Gehirn signalisiert es uns auf eine andere Art, die nicht viele von uns gelernt haben, als solche zu interpretieren. Es ist ja ein Flüstern.

Das ist vielleicht eine emotionale Instabilität. Aber das Problem ist, dass ein überlastetes Gehirn immer flüstert und wir meistens erst dann zuhören, wenn es schreit. Und das ist dann

Nicola05:54

Mh.

Teresa05:55

meistens schon etwas zu spät, weil dann bewegt es sich schon Richtung Burnout

Nicola05:57

Mmh.

Teresa05:59

und Co.

Nicola06:00

Wir reden nicht über Kopfschmerzen, reden auch nicht über Migräne als Anzeichen. Ich überlaste mein Gehirn über das ... jetzt. Kann. Muss aber nicht.

Teresa06:05

kann natürlich bei einigen Menschen auch auftreten, aber es ist meistens subtiler.

Nicola06:13

Das heißt, in den Phasen, die ich zum Beispiel auch hatte, wo ich manchmal den Wochentag nicht mehr zuordnen konnte oder wirklich zu meinen Leuten, zu meinem Team sagen musste, könnt ihr ein bisschen langsamer, mein Hirn kommt gar nicht mehr so mit, da habe ich mir nur immer

Teresa06:30

Mhm. Ja.

Nicola06:32

gedacht, so, das ist nicht gut irgendwie. Hatte ich da recht?

Teresa06:35

Das ist ein klares Zeichen. Ich habe sogar mal einen Kollegen gefragt, nicht nur welches Datum ist heute, sondern auch 2026. Ich war mir noch nicht mal mehr im Jahr sicher. Das war ein ganz klares Zeichen der Überlastung.

Nicola06:45

Ja, okay.

okay. Wir hören und lesen viel, gerade beim Älterwerden zum Thema Langlebigkeit, Longevity, dass man sein Gehirn nicht unterfordern darf. Und deswegen schön Kreuzworträtsel, Sudoku und was man alles macht. Dieses Überbelasten.

Ist das wirklich auch etwas, was zu einer früheren Alterserscheinung des Gehirns, der Gehirngesundheit, dann führen kann? Die meisten denken dann direkt an Demenz, Parkinson, Alzheimer und so weiter.

Teresa07:29

Also was wir heute schon definitiv sagen können, ist, dass kontinuierlicher Stress, also eine kontinuierliche Überlastung des Gehirns, schon die Ressourcen des Gehirns verschiebt. Und da spricht man von der Forschung immer von der sogenannten allostatischen Last. Und das bedeutet,

Nicola07:45

Ja.

Teresa07:45

ich kann vielleicht immer mit ein bisschen zu wenig immer noch gut genug performen oder gut genug hinkriegen. Aber desto länger wir das machen, desto größer wird die Ressourcenumverteilung im Gehirn. Und dann geht es hauptsächlich, man kann sich das vorstellen, dass in einem gestressten System ein gestresstes Gehirn möchte überleben. In einem

Nicola08:05

Ja.

Teresa08:05

gestressten Gehirn ist es nicht wichtig, gute Entscheidungen zu treffen oder logisch nachzudenken. Das heißt, es geht in so einem Moment hauptsächlich nur ums Überleben.

Dass dieser immense Stress, den viele von uns heute in ihrer Arbeitswelt kennen, ist, wenn man auf die Evolution des Menschen und des Gehirns blickt relativ neu. Ich glaube, es gibt auch keine festen Datensätze, die mit Sicherheit sagen können, kontinuierlicher Stress in deinen 20ern und 30ern führt zu einem erhöhten Alzheimerrisiko. Es ist auch immer ein Zusammenspiel zwischen der genetischen Ausgangssituation und dem Umfeld, in dem man sich daraufhin bewegt. Also es ist immer ein Zusammenspiel zwischen beiden.

Eindeutige Daten gibt es dazu noch nicht.

Nicola08:51

Weil die Evolution, ich rede auch gerne von der Neandertalerin in mir, diesem Steinzeit Rest-Gen,

Teresa08:57

Okay.

Nicola08:59

das wohl jeder von uns noch in sich trägt. Das heißt, das kommt so rein aus diesem Fluchtinstinkt zu sagen, also ich kann jederzeit meine komplette Aufmerksamkeit abrufen, weil ja der Tiger um die Ecke kommen kann. Ist das...

Teresa09:17

Ja, da ist wirklich ziemlich viel dran. Also das Gehirn ist, und weil wir eben als Neandertaler konstant mit einem Tiger hinter einem Busch...

rechnen mussten, ist es

Nicola09:27

Ja.

Teresa09:27

mittlerweile schon so, dass wir sind wahnsinnig aufmerksam.

Das hat einen evolutionären Vorteil damals gehabt. Lieber einmal zu viel Alarm schlagen als einmal zu wenig. Weil wenn man

Nicola09:36

Ja.

Teresa09:37

nicht Alarm schlägt, könnte das eigene Leben auf dem Spiel stehen. Das wirkt natürlich dazu, wir haben diese wunderschönen Gehirne, die darauf ausgemacht sind, uns zu überleben. Mittlerweile sind die Stressfaktoren in unserem Alltag natürlich kein Tiger mehr hinter dem Busch, sondern vielleicht eine E-Mail vom Chef oder eine komische Nachricht, die sonst rein kommt, ein Brief, den man vielleicht nicht aufmachen möchte. Also die Stressfaktoren haben sich sehr verändert. Das Gehirn ist aber gleich geblieben.

Nicola10:03

Kannst uns mal beschreiben, wenn du dich sozusagen ideal regenerierst und darauf achtest, wie du wieder runter kommst. Das ist ja auch so ein schöner Begriff, den man da gerne nimmt. Wie sieht das eben dann aus? Sieht man dich weniger selten auf der Couch liegen?

Teresa10:27

Ja, ich bin schon jemand, der in Ich gehe dann besonders gerne spazieren ohne Musik. Ich probiere grundsätzlich immer diese Wege. Ich fahre überall mit dem Fahrrad hin. Das heißt, ich probiere alle Fahrradwege ohne Musik, ohne Headphones zu verbringen, wenn ich spaziere, immer mit Ruhe. Diese kleinen Pausen sind für das Gehirn schon ein großer Vorteil. Also grundsätzlich kein großer Input. Und dann natürlich sieht man mich, glaube ich, auch viel schlafen. Ich schlafe sehr viel. Ich probiere immer viel zu schlafen. Ich bin nicht so der Mensch für Mittagsschläfchen.

Nicola10:59

Ja.

Teresa10:59

Das bekommt sehr vielen auch gut. Aber Schlaf und immer wieder untertags Phasen zu finden, in denen ich nicht irgendetwas höre oder irgendetwas sehe. Also einfach mal einen entspannten Spaziergang um den Block.

Nicola11:14

Was hältst du von diesen Lärmschutz-Kopfhörern? Musik hören sagst du

Teresa11:22

Ja, ich...

Nicola11:23

nicht immer, aber dieser Lärmschutz ist der förderlich?

Teresa11:28

Ja, also ich habe tatsächlich auch diese Funktion und die benutze ich sehr gerne, aber um mein Arbeiten etwas besser zu konzentrieren. Wenn ich jetzt zum Beispiel, ich hatte davor so Headphones, wenn ich dann probiert habe zu arbeiten, hat man im Hintergrund ja andauernd andere Geräusche und man ist dann ja doch so aufmerksam, dass man die ganze Zeit hinhört, hinhört.

Das Problem ist aber, dass das Gehirn eigentlich nicht Multitasking kann. Das heißt, jedes Mal, wenn meine Aufmerksamkeit kurz auf das Geräusch hinter mir fällt, wird die komplette Aufmerksamkeit rübergeschoben. Und dieses ständige Hin- und Herwechseln kostet auch sehr

Nicola12:02

Ja.

Teresa12:03

viel Energie im Gehirn. Das sind sogenannte Switching Costs. Weil man nämlich

Nicola12:06

Mhm.

Teresa12:07

beide Informationen in diesem Moment gleichzeitig im Arbeitsgedächtnis verarbeitet.

Das heißt, wahres Multitasking gibt es nicht. Und deswegen ist dieses Ausblenden von störenden Faktoren sehr wichtig. Und dafür können lärmschützende Headphones wahnsinnig hilfreich sein. Die sind natürlich, ich glaube auch, wenn man konzentriert einen Podcast hören möchte, sind sie bestimmt auch hilfreich, weil da sollte natürlich auch die Aufmerksamkeit auf einer Aufgabe liegen.

Nicola12:32

Absolut.

Teresa12:34

Sie aber zu benutzen, vielleicht parallel noch drei Tabs offen zu haben oder sogar mehr und am Laptop weiterzuarbeiten, ist dann vielleicht noch mal mehr Überlastung. Dann habe ich hier den Headphones und da oben noch vier Aufgaben. Grundsätzlich,

Nicola12:39

mehr verstehe.

Teresa12:46

ich glaube, dass es auch einer der besten Tipps, den ich allen geben kann, ist für die Aufmerksamkeit ist, dass man wirklich immer probiert, nur eine Aufgabe zu machen. Also sei es

Nicola12:55

Nein.

Teresa12:56

jetzt E-Mails zu bündeln, sagen alle drei Stunden beantworte ich alle E-Mails, die reingekommen sind. Das geht natürlich nicht immer, aber probieren Aufgaben zu bündeln hilft auch, damit das Gehirn nicht immer wieder Energie aufbringen muss, zu wechseln.

Nicola13:12

Ich habe auch irgendwann mal gemerkt, das habe ich erstmal wegen meinen Augen gemacht, dass ich immer wieder mal ins Grüne geguckt habe. Also ich hatte zum Glück immer vor meinem Büro und auch hier auf dem Balkon ist es einfach grün, auch wenn es mitten in der Stadt ist. Und da habe ich dann irgendwann mal gelesen, ja, das tut den Augen sehr gut. Und wenn es auch nur Sekunden oder wenige Minuten sind.

Würdest du sagen, ist auch schon was, das sozusagen meiner Gehirnfunktion gut tut?

Teresa13:45

Ja, auf jeden Fall. Also grundsätzlich raus in die Natur. Das liegt wahrscheinlich auch daran, weil wir halt lange als Neandertaler in Höhlen und in der Natur gelebt haben. Das tut dem Gehirn immer noch sehr, sehr gut. Es gibt sogar spannende Forschung, die besagt, dass es nicht mal wirklich eine echte Natur sein muss, sondern primär die Farbe grün. Ja.

Nicola14:03

kann auch Fake sein. Oder was heißt Fake?

Aber einfach eine grüne Wand, sag ich mal.

Teresa14:08

Ja, also alles was eine grüne Wand wäre glaube ich, weil es ist schon gut, wenn ein bisschen etwas los ist. Das was besonders

Nicola14:14

Mhm.

Teresa14:15

gut ist, wenn man zum Beispiel einen einen Wald anguckt oder in einem Park spazieren geht, ist, dass dort ja verschiedene Lichtmuster aktiv sind. Und diese natürlichen Lichtmuster in der Natur haben eine wahnsinnig spannende und beruhigende Wirkung aufs Gehirn.

Nicola14:29

Okay.

Teresa14:29

Und das wird jetzt vielleicht so bisschen zu neurowissenschaftlich, aber diese verschiedenen Lichtmuster, die wir in unserer Umgebung wahrnehmen, beeinflussen die Rhythmen in unserem Gehirn.

Und es gibt ganz bestimmte Rhythmen im Gehirn, die positiv sind, die mit der Entspannung, die mit der Lernfähigkeit zusammenhängen. Und wenn wir uns immer wieder diesen natürlichen Reizen aussetzen hat das eine positive Funktion aufs Gehirn. Das kann man sich so vorstellen, das Gehirn ist sozusagen ein Orchester und ein visueller Reiz mit Mustern kann ein bisschen wie der Dirigent wirken. Das heißt, er hilft dann dem Gehirn leichter, in diese Rhythmen hineinzukommen. Das ist ein wahnsinnig schöner Mechanismus des Gehirns.

Nicola15:13

Sag mal, dann ist auch zum Beispiel, ich habe eine wahnsinnige Vorliebe. Deswegen wäre auch mein Altersbild, irgendwo am Wasser zu sein. Ich höre so gern Meeresrauschen. Hängt das auch damit zusammen?

Teresa15:25

Das Meeresrauschen und wenn du dann natürlich das Meer beobachtest, auch da wenn

Nicola15:29

Ja.

Teresa15:29

Licht auf Wasser trifft, gibt es natürlich auch immer diese visuellen Schwingungen. Beides ist wahnsinnig

Nicola15:33

Genau. Ja.

Teresa15:34

gut fürs Gehirn.

Nicola15:37

Ich sage immer, wenn andere ans Meer gehen und am Strand sitzen und dann haben die Bücher dabei und alles möglich, wo ich immer sage, ich brauche da kein Buch. Ich gucke einfach stundenlang auf den Horizont drauf und da komme ich total gut runter. Ach so, jetzt kann ich das machen.

Teresa15:54

Ja, und das liegt natürlich auch daran, weil was du am Horizont zurückbekommst, ist ja eine gleichmäßige, vorhersehbare Information.

Nicola16:04

Ja, ja.

Teresa16:04

Das heißt, in dem Moment muss das Gehirn, es kann perfekt voraussehen, wie die nächste

Nicola16:08

Ja.

Teresa16:08

Welle aussieht, wie die übernächste aussieht. Alles, unvorhersehbar fürs Gehirn ist, fühlt ja, mit einer Vorbereitung, zu so einem leichten Stress-Response. Also jedes Mal, wenn etwas Unerwartetes passiert, gerät das Gehirn schnell wieder in Alarmbereitschaft. Alles, was gleichmäßig

Nicola16:20

Ja, no.

Teresa16:23

ist, ist positiv.

Nicola16:25

Also das heißt so der klassische Urlaub am Meer oder in den Bergen, wo es mehr darum geht den Weitblick zu genießen. Bist du in der Natur also eher unaufgeregt? Sagst du das ist alles das kuriert? Können wir uns da wieder etwas Gesunden von einem Alltag, den wir eben ganz anders verbringen, indem wir abends nochmal daten? Also kann man das so austarieren und so ein Jahressaldo machen und sagen, ja, so

Teresa16:55

Okay.

Nicola16:56

ein Gleichgewicht, klappt so eine Rechnung.

Teresa17:00

Ja, die Idee ist natürlich schön, dass man sagt, ich arbeite jetzt sechs Monate jeden Tag durch und verbringe dann einen Monat am Meer und alles ist wieder gerettet. Ja,

Nicola17:07

Ja, oder?

Teresa17:10

die Idee ist schön, das Problem ist nur leider, dass das je nachdem wie lange die Stressphasen sind, wenn einmal Prozesse in Gang getreten wurden, ist es nicht so leicht,

Nicola17:19

Ja.

Teresa17:20

sie wieder rückgängig zu machen. Also ich würde eher jedem empfehlen, vielleicht jeden Samstag zu probieren ein bisschen in die Natur zu gehen, weil wenn sich einmal diese allostatische Last so aufgebaut hat, kann man sie nicht mehr innerhalb von einem Monat kurz runterfahren. Dafür braucht es dann eine, am besten tägliche Umstellung des Alltags, dass man wieder wirklich runterkommt. Aber es geht. Das ist ganz wichtig. Das Gehirn ist so lernfähig, dass es sich nicht nur an stetigen Stress anpassen kann, sondern

Nicola17:51

Ja.

Teresa17:52

auch wieder zurückfahren kann auf eine stetige Entspannung. Und das geht in jedem Alter. Es ist nicht verloren. Man kann sich immer wieder anpassen, weil das Gehirn bleibt lernfähig.

Nicola17:58

Okay, okay, okay. Weil wir haben jetzt viel über Lernfähigkeit, Konzentration und so. Jetzt gibt es aber auch so die Rush Hour von Familien, wo die Eltern abends sagen, ey, es geht es nicht darum, dass ich hier irgendwie wahnsinnig viel erledigt hätte, intellektueller Art, sondern ich werde einfach den ganzen Tag zugecrashed mit allem Möglichen.

Können die sich damit helfen, am Wochenende kann ich mal ausschlafen oder kann es in den Ferien wieder nachholen.

Teresa18:35

Ja, das ist definitiv besser, als es nicht zu tun. Jetzt ist es aber zum Beispiel

Nicola18:39

Okay.

Teresa18:40

so vor allem dieses Argument ausschlafen ist oft der

Nicola18:42

Hm.

Teresa18:43

also Schlaf nachholen ist in dem Kontext immer schwierig. Aber es ist trotzdem besser als weiterhin kurz zu schlafen, auch wenn man die Möglichkeit hat, auszuschlafen. Eine Sache, immer vor allem in diesem Kontext ausschlafen, und das geht ja auch oft einher mit, bei vielen dann freitags ganz lange unterwegs zu sein und samstags bis in die Morgenstunden unterwegs zu sein und dann lange zu schlafen, da muss man sagen, der Körper hat ja eine innerliche Uhr, die den Tagesablauf bestimmt. Und diese Uhr ist bei vielen von uns unter der Woche ganz anders getimt als am Wochenende. Das führt

Nicola19:19

Vielen

Teresa19:20

dazu, dass mein Körper manchmal an einem Samstag, wenn ich aufwache, das Gefühl habe, ich wäre nach New York geflogen. Weil natürlich dieser Unterschied, diese sechs Stunden länger wach bleiben und sechs Stunden früher ins Bett gehen, eigentlich für den Körper ein bisschen sich wie Jetlag anfühlt. Und Jetlag ist natürlich

Nicola19:36

Okay.

Teresa19:37

auch nicht besonders gut. Dann muss sich die innerliche Uhr des Körpers wieder anpassen. Also einen relativ ähnlichen Rhythmus auch am Wochenende sich probieren beizubehalten, ist natürlich für den Körper das Schönste, weil dann hat er einen vorhersehbaren Tag, der gleich beginnt und gleich endet. Das ist natürlich auch für viele junge Menschen, ich gehe auch gerne aus, nicht immer leicht, aber es ist doch etwas, was ich probiere, immer innerhalb

Nicola19:58

Mmh. Mmh. Mmh.

Teresa20:01

von zwei, drei Stunden vielleicht relativ einen ähnlichen Tagesrhythmus beizubehalten.

Nicola20:06

Also diese Mikropausen dazwischen, diese kleinen Auszeiten vor der Mittagspause, nach der Mittagspause, wo ich so bewusst einfach sage, ich versuche mein Gehirn zu entlasten, also nichts daddeln, nichts reden, vielleicht ins Grüne gucken, das ist schon etwas, was sehr gut tut. Jetzt nur aus reiner privater Neugier. Ich wandere gerne den Jakobsweg, dieses vor sich hin und mit den Stöcken, dieses gleichmäßige, also nicht aus sportlicher

Teresa20:35

Mhm.

Nicola20:36

Natur jetzt die Berge hoch und runter, sondern mehr aus meditativer. Dieses gleichförmige, auch Takt im Takt, ist das auch etwas, was das Gehirn sozusagen als Regeneration wahrnimmt.

Teresa20:53

Ja, und das liegt primär daran, wenn das Gehirn damit beschäftigt ist, einen Fuß vor den anderen zu setzen ist es nicht so leicht, sich parallel noch an 5.000 andere Dinge zu denken. Das heißt, du schaffst damit eigentlich eine Entlastung, indem du deinem Gehirn eine Aufgabe gibst. Und damit nicht, und dadurch fällt es viel leichter, nicht an 1.000 andere Sachen zu denken. Mir wurde zum Beispiel mal empfohlen, in gestressten Phasen auf dem Crosstrainer, ich gehe ganz gerne in die Gym, immer mal wieder zwei, drei Minuten mit geschlossenen Augen zu verbringen. Und das ist ein wahnsinnig schönes Gefühl. Das kann vielleicht jemand mal das nächste mal auf dem Spinningrad. Das funktioniert ja überall einfach mal mit geschlossenen Augen den Körper zu spüren. Damit lenkt man die Aufmerksamkeit auch auf eine einzelne Sache. Dadurch fällt es leichter, nicht an so viele andere zu denken. Und damit reduziert

Nicola21:44

Also, das war's.

Teresa21:45

man die grundsätzliche Belastung des Gehirns.

Nicola21:47

Ja, Also ich sitze oft bei klassischen Konzerten mit geschlossenen Augen da, dann denken die

Teresa21:52

Ja.

Nicola21:53

anderen immer, jetzt schläft die gleich ein, die Olle. Aber nein, ich kann das viel intensiver erfahren. Aber ja, es ist doch spannend, dass ich jetzt eine gute Ausrede habe zu sagen, ich regeneriere mein Gehirn. Das finde ich jetzt gut.

Teresa22:09

jeden Fall.

Nicola22:09

Wie ist das, wenn ich in Flow komme? Das kann ich ja auch in der Arbeit. Aber Flow bedeutet ja wahrscheinlich auch immer, ich bin ein bisschen fokussierter. Ist das auch etwas, wo du sagst, eher, auch wenn es Arbeit ist, intellektuelle Anstrengungen, aber auf eins, ist das etwas, was unter Regeneration läuft?

Teresa22:32

Es läuft nicht unter Regeneration, aber das ist trotzdem etwas Positives. Wir haben

Nicola22:37

Nein.

Teresa22:37

dieses wunderschöne Gehirn, was sehr lernfähig ist und es sollte auch zwischendurch genutzt werden. Das geht so bisschen in die Richtung mit Sudoku und Schach, was du vorhin gesagt hast. Das ist eine positive Aufgabe, weil auch das Gehirn, desto weiter, desto mehr es gefordert wird, desto schwieriger wird es fürs Gehirn, diese wunderschöne Gabe nicht zu verlernen, sondern einfach man muss es immer wieder stimulieren.

Das ist auch etwas sehr Gutes, vor allem im Alterungsprozess.

Nicola23:08

Also jetzt haben wir Schlaf ist natürlich wichtig, das wissen wir eigentlich schon. Diese Mikropausen,

Teresa23:11

Okay.

Nicola23:13

ähnliche Rhythmen auf dem Tagesfluss her, Fokussierung, weniger alle Sinne aufs Mal irgendwie betätigen. Und jetzt kommen die Hormone.

Bei den Frauen ja einmal im Monat und beim Kinderkriegen

Teresa23:32

Mhm.

Nicola23:33

noch mal mit voller Ladung und dann bei

Teresa23:35

Mhm.

Nicola23:36

den Wechseljahren merken sie ja auch die Männer mit Testosteron. Was macht das jetzt

Teresa23:41

Ja.

Nicola23:41

für einen Unterschied?

Teresa23:43

Ja, also wenn der Östrogenspiegel bei Frauen sinkt, berichten ja viele von diesen Schlafproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten, einige sogar von Brainfog wie in der Schwangerschaft.

Das ist auch keine Einbildung. Man sieht in bildgebenden Studien sehr leicht, dass sich während der Menopause, in den Übergangsphasen, unter anderem die Gehirnstruktur, die Vernetzung und der Glucosestoffwechsel, also der Stoffwechsel des Gehirns, verändert. Das ist alles bewiesen. Diese Veränderungen stabilisieren sich mit der Zeit. Ich habe sie noch nicht durchlaufen, aber ich habe gehört, dass sie sich auch stabilisiert und sich das Gehirn an diese hormonellen Veränderungen anpasst.

Aber natürlich sind diese Beschwerden nicht bei allen Frauen gleich. Es gibt manche, die haben vielleicht Schlafmangel, Schlafprobleme, die anderen haben vielleicht Konzentrationsprobleme. Aber das Gehirn passt sich an diesen Übergang an. Bei Männern ist das ja so, dass das Testosteron im Alter allmählich abnimmt und es gibt bei ihnen keinen universellen plötzlichen Abbruch oder Übergang wie in der Menopause. Deshalb finde ich immer diesen Begriff Andropause fast ein bisschen irreführend weil es ist nicht gleichgesetzt mit der Menopause.

Nicola24:53

Mmh.

Teresa24:53

Es gibt trotzdem einen medizinisch relevanten Testosteronmangel, der existiert, aber der ist nicht bei jedem älteren Mann automatisch behandlungsdürftig. Also es gibt Hormontherapien auch für Männer, aber diese müssen wirklich immer individuell abgeklärt werden. Und das Gehirn altert natürlich nicht unabhängig vom Körper, deswegen ist es auch bei Männern, wenn die Hormone langsam abfallen, ist es natürlich auch bei ihnen, es verändert die Neurobiologie des Gehirns.

Aber langsamer und nicht so abrupt wie bei Frauen.

Nicola25:26

Heisst hat das jetzt nur, nur sage ich jetzt, etwas mit einem Alterungsprozess zu tun oder auch mit, wir haben jetzt ein paar Sachen für den Alltag durchgesprochen, ist dann Regeneration noch wichtiger? Also was ändert sich für mich bei zunehmendem Alter und ich sage jetzt mal den Fall genau abnehmenden Hormonen?

Teresa25:49

Ja, also die Hormone wirken wahnsinnig stark aufs Gehirn ein. Das heißt, in dieser Phase, in der sich das Gehirn an diese hormonelle Umstellung anpassen kann,

Nicola25:57

Du stehst los.

Teresa25:59

genau, dann ist Erholung besonders wichtig. Was natürlich frustrierend ist, wenn jemand dann Schlafprobleme hat. Aber das ist sozusagen, in dieser Zeit muss das Gehirn wahnsinnig viel lernen und sich anpassen und gerade dann ist Erholung besonders wichtig.

Nicola26:15

Das hieße, das würde ja dann ähnlich auch für schwangere Frauen, dass auch da die Erholungsphasen explizit nicht nur für den Körper, sondern eben auch hier oben. Habe ich

Teresa26:26

Ja.

Nicola26:28

noch nirgends gelesen, ehrlich gesagt. Ist wenig besprochen, oder?

Teresa26:35

Ja, also ich glaube natürlich, im Labor redet man da schon drüber. Ich habe das auch alles meiner

Nicola26:39

Ja.

Teresa26:40

Mutter mal erklärt, als es passiert ist.

Nicola26:43

Ja?

Teresa26:45

Jeder guckt halt immer auf sein Organ. Ich glaube auch, dass wenn man jetzt einen Lungen- oder Herzexperten hier hätte, der würde, dann natürlich primär darüber reden, wie vielleicht die Hormone den Herzschlag verändern oder die Kapazität der Lungen. Jeder guckt halt auf sein Organ, aber im Bereich Neurowissenschaft und vor allem...

Es gibt unfassbar viele Studien, die sich den Einfluss von Hormonen aufs Gehirn angucken. Da geht es ja nicht tendenziell nur um die Menopause, aber es geht darum, das Gehirn besser zu verstehen.

Nicola27:16

Wäre es auch bei Frauen generell für ihren monatlichen Zyklus, man sagt dann auch gerne, die zickt jetzt wieder rum, also ist ein bisschen, sag ich mal, dünnhäutiger einmal im Monat, wir wissen alle warum, wäre das auch die Phase, wo man sich selbst so ein bisschen in Arm nehmen darf und sagen, okay, mal ein bisschen weniger und spazieren gehen?

Teresa27:41

Ja, absolut. Und Gott sei Dank machen das ja auch schon viele. Ich habe das Gefühl, auch im Job ist es ja... Mittlerweile arbeiten so viele Männer, die ich kenne, mit Frauen zusammen, die alle einen sehr guten Umgang damit entwickelt haben. Ich muss also... Vielleicht hab ich auch bis jetzt nur Glück. Ich hatte immer tolle Arbeitskollegen, die, wenn die Zeit kam, sehr liebevoll mit mir waren.

Nicola28:01

Da hat sich auch was getan. Da muss ich wirklich sagen, inzwischen

Teresa28:03

Ja, got so dark.

Nicola28:06

ist das nicht mehr tabu. Genauso wenig

Teresa28:08

Ja.

Nicola28:08

wie die Menopause. Es wird drüber gesprochen. Das hat sich wirklich geändert. Was mir auch wirklich so gar nicht bewusst war, wie viel Energie unser Gehirn verzehrt. Also wie viel Nahrung es eigentlich braucht, obwohl es doch so relativ klein ist relativ viel. Was bedeutet das eigentlich und was ändert sich da während der Lebenszeit?

Teresa28:40

Ja, also das Gehirn ist, es macht ja nur gewichtstechnisch 2 % der gesamten Körpermasse aus, konsumiert aber 30 % der Energie und das auch im Ruhezustand, also auch wenn wir nichts tun. Also es

Nicola28:49

sind. Ja.

Teresa28:52

ist kein bescheidenes Organ, kann man dazu mal sagen. Aber das Gehirn hat...

dazu auch noch, obwohl es so viel Energie braucht, kaum Energiereserven. Also unsere Muskeln oder unsere Leber können ja Energie und Nährstoffe sehr gut speichern und das kann das Gehirn

Nicola29:06

dann

Teresa29:07

leider nicht. Das heißt, es ist auf eine wirklich konstante Zufuhr angewiesen von Nährstoffen.

Und das verändert sich, das bleibt eigentlich das ganze Leben lang gleich. Also während das junge Gehirn

Nicola29:18

Vielen

Teresa29:20

noch im Babybauch natürlich wahnsinnig viel Energie braucht, um neuronale Verbindungen zu bauen, damit alles sozusagen richtig auf die Welt kommt, geht es dann nachher noch weiter. Das Gehirn baut sich hierarchisch auf und die letzte Gehirnregion, die bis in die 30er hineinwächst, ist unser präfrontale Cortex. Das heißt, in dieser ganzen Zeit wird wahnsinnig viel Energie benötigt, damit nicht nur alles am richtigen Platz ist, sondern damit auch alles richtig funktioniert. Danach hört es aber natürlich nicht auf, weil dann wird das fertige Objekt im täglichen Alltag jeden Tag benutzt und es braucht konstant Energie dafür.

Nicola29:56

Das heisst das Regenerieren des Gehirns fällt dem Gehirn noch schwerer, wenn es nicht mit den richtigen Nährstoffen versorgt wird. Und wenn es, was wahrscheinlich

Teresa30:04

Genau.

Nicola30:05

gerade mit zunehmendem Alter oft passiert, dehydriert, dass einfach zu wenig getrunken wird, zu wenig Wasser getrunken

Teresa30:12

Es Es wird wirklich viel zu wenig getrunken. Das Gehirn ist nicht nur sehr energiehungrig, sondern auch, ich hab mal den Spruch gelesen, unser Gehirn besteht ja aus 80 % aus Wasser. Und ein

Nicola30:24

Ja.

Teresa30:24

Forscherkollege hat mir damals gesagt, das heißt, wir sind eigentlich alle Cucumbers with anxiety disorders. Also Gurken mit Angststörungen. Das fand ich wahnsinnig lustig. Vor allem lustiger Vergleich. Also es ist ganz viel Wasser, ganz viel Energie, also ganz viel Energie benötigen wir. Wir sind eigentlich alle Gurken.

Nicola30:38

Ja, ja, ja, ja, ja. Sag mal, weil wir jetzt schon beim Essen sind, also mein Lieblingsthema, Nahrung, Brainfood.

Teresa30:50

Mhm.

Nicola30:50

Was? Mit was? Also meine Mutter hat früher schon immer gesagt, Gehirn und Nervennahrung und hat mir dann ein paar Nüsse zugeschoben.

Teresa30:56

Ja.

Nicola30:58

Fand ich manchmal gut, aber jetzt nicht immer nur. Also ich glaube, Nüsse können wir einen Haken machen. Was wäre denn noch gut?

Teresa31:06

Ja, es ist immer bei der Gehirnahrung ein bisschen, es ist nicht so einfach, wie viele denken. Viele denken ja auch, ich nehme jetzt mal einen Multivitamin, damit ist das Problem gelöst, damit habe ich überhaupt keine Mangelerscheinungen oder jemand ist. Also ich glaube, ist grundsätzlich, wenn es um Ernährung geht, es gibt natürlich Studien, die sich einzelne Wirkstoffe angucken, wie zum Beispiel Vitamin B12 oder Eisen. Das ist natürlich alles hilfreich, wenn man einen einen diagnostizierten Mangel hat. Aber es gibt kein, also was die Forschung bis jetzt sagt und was man definitiv sagen kann, dass es eher um Ernährungsmuster geht, wie zum Beispiel die mediterran geprägte Ernährung. Diese wird in Beobachtungsstudien eigentlich immer mit einer langfristigen Gehirngesundheit oder Fittheit in Verbindung gebracht. Natürlich ist das auch nicht so leicht, von dem Rest des Alltags zu trennen. Also Bewegung und andere Lebensstilfaktoren spielen natürlich immer auch eine große Rolle.

Aber es gibt natürlich Wirkstoffe, nicht nur wenn ein Mangel existiert, es ist notwendig zu supplementieren in vielen Fällen. Aber es gibt natürlich dadurch, dass das Gehirn auf eine auf eine stetige Zufuhr angewiesen ist, kann man natürlich auch seinem Gehirn... Es gibt zum Beispiel Studien, dass wenn man jemandem die Aminosäure, Phenylalanin zum Beispiel oder Tryptophan gibt, dass diese, wenn man das Gehirn braucht, sofort aufgenommen werden kann und damit die Bildung von Neurotransmittern, das sind so kleine Botenstoffe im Gehirn, dass man diese damit gezielt unterstützen kann.

Das sind alles sehr wahnsinnig spannende Studien. Ich glaube den Tipp, den ich jedem geben würde, wenn das Gehirn besonders belastet ist, sollte man mehr Aufmerksamkeit auf seine Ernährung schenken und das Gehirn auch gezielter unterstützen, weil

Nicola32:54

Mhm.

Teresa32:54

ein gestresstes oder stark beanspruchtes Gehirn tendenziell mehr Ressourcen verbraucht als ein entspanntes Gehirn.

Nicola33:03

Und es ist noch gar nicht so lange her, da hast du ein Unternehmen mitgegründet, klassisch Startup und bringst

Teresa33:11

Genau.

Nicola33:13

als Wissenschaftlerin da dein Know-how auch ein. Und wenn ich das richtig gelesen habe, gibt es Shots zu trinken. Also

Teresa33:22

Genau.

Nicola33:23

statt eines Energy-Drinks so ein Shot zum Hoch laden und dann wieder zum Runterkommen, muss ich das so verstehen.

Teresa33:33

Ja, also weil wir uns jetzt gerade diese Neurotransmitter angesprochen, wir wissen aus der Forschung, dass diese Neurotransmitter wahnsinnig wichtig sind, damit das Gehirn funktionieren kann und dass man diese auch besonders leicht über die Ernährung beeinflussen kann. Das heißt, viele kennen es zum vielleicht beim Arbeiten, es ist vier Uhr nachmittags, das Mittagessen ist vielleicht schon zwei, drei Stunden her. Und in diesem Moment haben wir einen Shot entwickelt, der mit ganz wenig Koffein, wobei Koffein ja auch nicht immer hilft, wirklich zu arbeiten, dem Gehirn Mikronährstoffe gibt, die es braucht, den relevanten Neurotransmitter effektiv zu bilden. Und dadurch, dass das aksi und in so einem Moment, ich kenne das von mir selber, ich spüre, wie mein Gehirn sich über diese Unterstützung freut. Das macht es dann wieder leichter. Also, und ja, ich muss sagen, dass ich natürlich als, ich habe mein Leben lang schon sehr viele Nahrungsergänzungsmittel immer genommen und war auch immer sehr neugierig, wie sie das Gehirn beeinflussen

Nicola34:31

Ja.

Teresa34:34

jetzt ist der Markt natürlich sehr überlaufen und dadurch war auch ein bisschen für mich, es ist schon ein Traum wahr geworden nach so vielen Jahren, in dem ich im Markt schon als Käufer unterwegs bin, jetzt ein Produkt

Nicola34:43

Vielen Dank.

Teresa34:44

auf den Markt zu bringen, was meinen Ansprüchen reicht, was der Studienlage, was komplett die aktuelle Studienlage widerspiegelt und wir

Nicola34:48

Ja.

Teresa34:54

einen wirklichen Effekt haben, der Menschen hilft, also die Nachrichten, die uns erreichen, dass wir Menschen dabei helfen, besser durch den Alltag zu kommen, ist eine große Freude.

Und vor allem, wir haben einen Shot entwickelt, das ist unser Calm Shot. Und der hilft sozusagen, der hilft, das Gehirn vor der Nachtruhe zu nähren. Und da gibt es zum

Nicola35:14

Okay, okay.

Teresa35:15

Beispiel gezielte Aminosäuren wie Glycin, die einfach wissenschaftlich wahnsinnig bewiesen sind, den Körper zu helfen, besser runterzufahren. Das heißt, wir wollen eigentlich nicht nur Energy Drink pushen, pushen, pushen, sondern auch das Gehirn helfen über den Tag hinweg. Genau. Genau.

Nicola35:18

Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja. Ja, no, sondern auch wieder runter. Genau, genau, Sehr gut. Auf jeden Fall. Also ich finde das immer toll, wenn Wissen auch ins Machen kommt. Und das ist ja auch eine Art und Weise. Vor allem einfach über

Teresa35:39

Mhm.

Nicola35:41

ein Unternehmen, über seriöse Produkte, über ein wirklich wissenschaftlich basierte Zusammensetzungen. Ich habe es mir angeguckt. Ich bin nicht so der Nahrungsergänzungstyp noch nicht, aber mit zunehmendem

Teresa35:53

Ja.

Nicola35:55

Alter muss die Nährstoffdichte ja immer höher sein, damit ich noch genug

Teresa35:58

Ja.

Nicola35:59

bekomme. Wer aber da ab und zu mal drauf zugreift, natürlich verlinke ich auch zu dem Angebot. Der kann sich dann selbst auch ein Überblick verschaffen. Die allerletzte Frage, wir sind nämlich schon Ha, was tue ich denn noch? So viele andere Fragen. Aber die allerletzte Frage natürlich. Gerade was

Teresa36:19

Ja.

Nicola36:22

KI und so weiter, die neuen Entwicklungen. Aber als Expertin im 100-plus-Podcast zum Thema Langlebigkeit, du hast schon viele Tipps gegeben, auch für unterschiedliche Lebensphasen. Wenn du uns nur

Teresa36:36

Mhm.

Nicola36:37

eine Maßnahme mit auf den Weg geben könntest, wo du sagst, wenn ihr gar nichts könnt.

Aber diese eine,

Teresa36:44

Mhm.

Nicola36:45

probiert die doch mal in euer Leben zu integrieren. Was wäre das?

Teresa36:49

Meinst du jetzt im Kontext von KI? Dann würde ich...

Nicola36:52

Nein, Kontext von, genau, wenn es was mit KI zu tun hat, das auch, aber im Kontext mit, um unsere Gehirngesundheit, die Regeneration wirklich auch in unseren Alltag zu verankern. Welche Maßnahme wäre das?

Teresa37:07

Ja, ich bin das Thema KI ist natürlich gerade, weil es jeder so viel benutzt in seinem Alltag. Ich würde jedem raten, ist nicht zu viel oder gewählt zu benutzen. Es gibt schon lange diesen Begriff, nennt sich Cognitive Offloading und wir benutzen

Nicola37:22

Ja.

Teresa37:23

ja schon lange Hilfsmittel. Also wir benutzen ja schon lange Kalender oder Taschenrechner oder Navigationssysteme. Das ist ja auch alles nicht schlechtes.

Das kann auch das Gehirn zu einem gewissen Grad entlasten. Das ist nicht schlimm. Gleichzeitig ist das Gehirn natürlich sehr plastisch. Also wenn wir jetzt gar nicht mehr nachdenken oder gar keine neuen Ideen uns mehr ausdenken, hat das auch einen langzeitigen Effekt auf das Gehirn. Also ich würde

Nicola37:45

Ja, ja.

Teresa37:46

jedem raten, KI macht jetzt nicht dumm, aber ich würde sagen, dass man die tägliche Nutzung, man sollte nicht alles outsourcen, sondern immer noch...

Nicola37:55

Das

Teresa37:56

Also man sollte die fertige Antwort überprüfen, hinterfragen. Es ist wahnsinnig schön, Konzepte besser zu verstehen. Aber man sollte nicht jede Art von KI als die absolute Wahrheit nehmen und gar nicht mehr selber nachdenken. Weil ein aktives Gehirn altert am besten.

Nicola38:14

Das ist doch ein schöner Hinweis. Ich hab dich jetzt so bisschen mit der KI verwoben, aber weil es mich einfach noch mal interessiert hat, weil ich merke, ich bin viel mehr on. Ich arbeite auch mit KI

Teresa38:24

So!

Nicola38:26

und das ist so spannend. Also es ist noch mehr Disziplin zu sagen, nee, also nicht dieses Multitasking und das noch, weil es nebenher laufen kann. Genauso

Teresa38:35

Ja.

Nicola38:36

aber dein Punkt auch zu sagen, ey wir dürfen hier, das muss schon in Bewegung bleiben. Sonst ist das nix.

Was machst du, um besser, gesünder, älter zu werden? Das vielleicht als dein persönlicher 100-Plus-Tipp.

Teresa38:53

Ruhephasen fürs Gehirn, Sport, Bewegung, all das liebt das Gehirn auch. Bewegung und Pausen sind die Nummer 1 Tipps. Und natürlich

Nicola39:00

Mmh, wie cool.

Teresa39:03

immer darauf achten, dass man sich ausgewogen ernährt. Und ich supplementiere ja, das ist vielleicht nicht etwas für jeden, aber ich würde jedem raten, zwischendurch einen Bluttest zu machen, zu kontrollieren, ob nicht vielleicht irgendwo ein Mangel entsteht, diesen zu korrigieren.

Nicola39:12

Genau, absolut.

Ja, gut, und das kontinuierlich. Ja, super. Also, ich hätte jetzt noch eine ganze Latte von Fragen. Aber du hast mir schon so viele Ideen mit auf den Weg gegeben und vor allem Dinge, die man so im Alltag gar nicht beachtet. Und das mit der Überlastung, das haben, glaube ich, ganz wenige, was das Gehirn selbst betrifft, auf der Agenda gehabt. Deswegen finde ich es gut, dass wir da jetzt bisschen drauf aufmerksam gemacht haben und wie wichtig es ist, auch für ein gesundes Älterwerden, darauf zu achten.

Viel Glück bei deiner unternehmerischen Reise. Guckt euch

Teresa39:54

Danke.

Nicola39:54

das unbedingt mal an, was auf der Website hier kredenzt wurde, um besser durch den Tag zu kommen mit neurowissenschaftlichem Hintergrund. Und ansonsten ja viel Erfolg weiterhin bei deinen tollen Forschungsreisen, die du machen darfst an einem absolut tollen Top-Institut. Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast.

Man kann also sagen, genieß deinen Tag. Bei uns ist er schon bisschen fortgeschritten.

Teresa40:21

Danke.

Ja, meiner geht jetzt los. Vielen, vielen Dank, Nicola, ein wunderschöner Start in meinen Tag.

Nicola40:27

Das freut mich sehr gut. Danke dir.

Teresa40:30

Ja, das ist nicht gut.

Nicola40:34

Das Gehirn altert am besten, wenn es aktiv gehalten wird. Ich glaube, den Satz und diese Einsicht, die haben wir alle echt schon verinnerlicht, oder? Aber dieses, dass ich es auch auf Dauer überlaste, bist du da mal ins Nachdenken gekommen, wie so dein Alltag aussieht? Also ich hatte ja meinen schon beschrieben und wirklich für mich schon die Einsicht gehabt. Also irgendwie dieses Dauer- In meinem Gründeralltag, mit vielen Menschen, für die ich verantwortlich bin, dauernd neue Themen, die privaten Themen noch dazu. Ich war abends manchmal so, dass ich gesagt habe, ich möchte nichts mehr hören, ich kann nichts mehr sehen. Einfach nur die Augen zumachen und schlafen geht auch nicht. Ich muss erst so bisschen runterkommen. Aber diese Dauerbeschallung in meinem Leben, die muss ich für meinen eigenen ja, Frieden runterkommen, irgendwie ab und zu mal abschalten können. Und ich habe auch manchmal den Eindruck, dass diese Beschallung im Job ja die eine Sache ist, aber da wollen wir ja auch Leistung abrufen können. Und im Privaten, in der freien Zeit haben wir noch gar nicht so realisiert, dass vieles, was wir da machen, hier oben gar nicht so gut ankommt. Das Problem ist ja, das Hirn schreit nicht. Unser Körper schreit manchmal, unsere Seele auch. Und dann merken wir spätestens da, jetzt müssen wir uns aber mal da drum kümmern. Höchste Zeit. Und beim Hirn... dabei, ich fand's jetzt wirklich spannend, evolutionär ist der immense Stress, diese Dauer, sag ich mal, Anstrengung für unser Gehirn im modernen Alltag wirklich für unser Steinzeithirn too much.

Das hat die Neandertalerin in uns einfach so nicht angelegt. Und umso mehr bin ich zumindest für mich mal ganz zufrieden heute nach dem Podcast, weil ich gemerkt habe, meine eigenen kleinen Flüchte aus dem Alltag, wo ich schon gemerkt habe, das tut mir echt gut, die funktionieren auch für mein Hirn. Also das Meeresrauschen.

Ich kenne fast niemanden der Meeresrauschen nicht mag oder so auf dieses Meer gucken. Das mit dem Jakobsweg ist ja auch vergleichbar mit Yoga machen, meditieren, also gleichförmige Dinge, die das Hirn, dieses vorausschauende, dass das Hirn weiß, was kommt und deswegen nicht so viel Anstrengung hat. Das fand ich ganz einleuchtend. Das mit dem ins Grüne gucken, in die Natur gehen, dass jede Minipause dazwischen, also auch das Hochgucken vom Bildschirm in was Grünes oder mal um den Block gehen, wirklich nicht nur dem Körper gut tut, sondern eben auch hier unserem Hirn und uns vor allem im Jetzt auch nochmal so einen neuen Schwung rein gibt vielleicht von unseren Gedanken. Was wahrscheinlich schwieriger ist, also mir fällt es bis heute schwer, aber ich arbeite schon dran, ist dieses Multitasking mal sein zu lassen. Man denkt ja, ich dachte, super Powerfrau, wir sind die Crème de la Crème, wenn wir möglichst viel gleichzeitig machen können. Nee, total falsch.

Die Crème de la Crème der Leistungsdenker weiß anscheinend schon, fokussier dich immer auf eine Aufgabe und dann eins nach dem anderen. Kommt wahrscheinlich auch viel besserer Output raus und wir nutzen unsere Gehirnkapazität vielleicht auch nicht so ab. Also ich stelle mir schon so vor, dass die Ressource Gehirn und Zellen, die wir da haben, über so eine Lebenszeit ja schon auch begrenzt sind. Und wenn wir da die ganze Zeit nur nehmen und nehmen und nehmen und so wenig geben, das ist nicht gut. Das ist nicht gut. So und dieses Multitasking, ja, das fällt uns schon schwer.

Die Couch, beste Beispiel. Sehe ich mich auch total. Und dann hast du nicht nur das Smartphone in der Hand oder dein Tablet, sondern wie sagt man noch so schön, Second Screen. Da läuft noch was in der Klotze und hinten dran erzählt vielleicht noch jemand was aus der Küche raus und schon bist du da an unterschiedlichen Stellen. Diese Switching-Cost, diese Wechselkosten fürs Gehirn, sich permanent auf ein anderes Thema schnell einstellen zu müssen, permanent auf der Flucht zu sein und alert. Die habe ich auch über Jahrzehnte unterschätzt. Und ich ertappe mich heute noch immer wieder, dass ich merke, ach, kannst du das parallel machen und guckst du da noch mal kurz nach? Du warst jetzt an dieser E-Mail schreiben, du guckst jetzt nicht noch mal kurz was nach. Erkennt ihr euch auch? Ist nicht so unser Alltag so bisschen getaktet?

Genauso im Büro haben wir es ja manchmal nicht im Griff, der Chef kommt, die Kollegin, die man vielleicht schon länger nicht mehr gesehen hat, weil die remote arbeiten, wie auch immer, neue Anforderungen. Inzwischen ja schon über WhatsApp. Hab ich früher nie beruflich genutzt. Inzwischen gar kein Thema mehr. Zu der E-Mail noch dazu, zu den ganzen Teams Meetings, you name it. Ihr wisst alle, wovon ich spreche.

Da ein bisschen weiter runterzukommen. Ich glaube, das sind so die kleinen Schritte, wo uns die Teresa ja echt schon viel Input gegeben hat. Wie wir das ändern können. Vom Reden, vom Wissen ins Machen zu kommen.

Das habe ich auch nochmal ganz neu für mich reflektieren können. Das Gehirn hat keine Reserven. Wir reden ja beim Körper immer um die Fettpolster, ist immer was Negatives. Dabei sind die ja dafür gedacht, für die ganzen Zeiten, wo es nichts zu essen gibt, dass der Körper was hat. Das Gehirn, ja, Wasser. Wie wichtig auch nochmal das Trinken ist für die Gehirnleistung, ist mir auch noch mal im Gespräch klar geworden, aber auch wie wichtig diese nährstoffreiche Ernährung auch für unsere tägliche Leistung, die wir abliefern wollen im Job, aber auch für uns privat, dass das ein bisschen Brainfood braucht, da ein bisschen mehr Augenmerk drauf zu legen.

Und mir ist eins noch im Nachhinein eingefallen. Hasst ihr das auch so, wenn euch bei WhatsApp jetzt nicht nur Nachrichten geschickt werden, sondern auch noch diese ganzen Sprachnachrichten? Ich kann dir sagen, ich hasse es wirklich. Das Erste ist, meistens wird ja gelabert, gelabert, gelabert und man weiß wirklich nicht, was willst du mir jetzt eigentlich erzählen? Und wenn es dann auch noch Terminabsprachen geht? Ich sehe es ja nicht, ich muss es die ganze Zeit hören.

Und da hatte ich parallel zu dem Gespräch mit Teresa eine neue Studie gelesen, dass eben dieses weniger Sehen, Schreiben und Lesen, also dieses fokussierte, sich Gedanken zu machen, nicht einfach nur so dahin zu plätschern und zu plappern, dass das wirklich einen riesen Unterschied macht. Zum einen entlastet es unser Hirn. Zum zweiten ist das Ergebnis besser.

Zum dritten glaube ich auch, wenn wir immer nur so dahin plätschern. Auch die Podcasts. Kleine Selbstkritik. Wenn da auch nur so dahin geplätschert wird, ja etwas, das raubt unsere Ressourcen, steht der Regeneration unseres Gehirns entgegen. Und was haben wir unterm Strich davon? Ich hoffe, mein Podcast, der gibt euch immer neuen Input und ihr könnt viel daraus mitnehmen und plätschert nicht nur so dahin. Aber diese Sprachnachrichten, die unser Leben, dass wir nicht mehr lesen, sondern nur noch hören und reden, denke ich mir auch manchmal weniger labern ist manchmal besser. Und deswegen mache ich jetzt auch einen Punkt.

Achtet auf euer Gehirn, so wie ihr bislang auch auf euren Körper und auf eure Seele achtet. Ich glaube, das ist der große Punkt, den euch Teresa mitgibt aus unserem gemeinsamen Gespräch und dass das Hirn auch regenerieren möchte.

Das nächste Mal, ich habe das Thema schon, ich verrate es aber noch nicht, es bleibt und wird wieder spannend mit Expertinnen aus der Wissenschaft und aus der Praxis, die uns nach vorne bringen in unserem Ziel, ein besseres, gesünderes und damit auch längeres, schöneres Leben zu leben. Ich freue mich total, wenn ihr mir ein Like da lasst, wenn ihr diesen Podcast weiterempfehlt und hoffe und wünsche euch eine fröhliche Zeit bis zum nächsten Podcast. Eure Nicola aus Düsseldorf.

Transkript der Folge „Gehirn-Regeneration: Warum dein Gehirn Ruhe braucht und wie du Überlastung erkennst“ — automatisch erstellt und redaktionell geprüft.

Wir achten heute gut auf unseren Körper und unsere Seele – aber übers Gehirn und seine Regeneration wird kaum gesprochen. Neurowissenschaftlerin Teresa Carmen, die am MIT in Boston forscht, erklärt mir, warum dein Gehirn ganz konkrete Ruhephasen braucht, wie du Überlastung früh erkennst und mit welchen kleinen Alltagsgewohnheiten du es schützt. Du nimmst mit: Mikropausen, Natur, Fokus auf eine Aufgabe – und warum das besonders beim Älterwerden zählt.

Warum ist die Couch mit Handy und Netflix keine Pause fürs Gehirn

Wer nach einem anstrengenden Tag auf der Couch liegt und am Handy daddelt, denkt oft: perfekte Erholung. Für die Muskeln stimmt das, fürs Gehirn nicht. Das Gehirn braucht ganz konkrete Phasen, in denen es alles, was über den Tag passiert ist, in Ruhe verarbeiten kann – und genau in diesen Ruhephasen ist es sehr aktiv.

Viele wissen gar nicht, dass das Gehirn nachts wahnsinnig aktiv ist: Es verarbeitet die Informationen des Tages, und das sogenannte glymphatische System – das Reinigungssystem – fährt hoch, um das Gehirn zu säubern. Weiter am Handy zu daddeln oder Netflix im Hintergrund laufen zu lassen, ist deshalb keine echte Pause.

Wie merke ich, dass mein Gehirn überlastet ist

Beim Muskel gibt es den Muskelkater als klares Signal. Einen „Gehirnkater" gibt es nicht – das Gehirn meldet sich subtiler. Es flüstert, und wir hören meist erst zu, wenn es schreit – dann bewegt es sich oft schon Richtung Burnout.

Typische frühe Zeichen, die viele nicht als Überlastung deuten:

  • emotionale Unausgeglichenheit und eine gewisse Reizbarkeit
  • Musik oder Podcasts werden anstrengend – du drehst die Lautstärke herunter
  • du verlierst den Überblick, weisst plötzlich das Datum oder sogar das Jahr nicht mehr
  • das Gefühl, gedanklich nicht mehr mitzukommen

Kopfschmerzen oder Migräne können bei manchen Menschen auftreten, sind aber nicht das typische Signal. Meistens ist es subtiler.

Was hat die Neandertalerin in uns mit Stress zu tun

Als Neandertaler mussten wir konstant mit dem Tiger hinter dem Busch rechnen. Daraus ist ein Gehirn geworden, das wahnsinnig aufmerksam ist: lieber einmal zu viel Alarm schlagen als einmal zu wenig, denn beim Tiger stand das eigene Leben auf dem Spiel.

Heute ist der Stressfaktor kein Tiger mehr, sondern eine E-Mail vom Chef oder ein Brief, den du nicht öffnen möchtest. Die Stressfaktoren haben sich verändert, das Gehirn ist gleich geblieben. Bei kontinuierlichem Stress verschiebt das Gehirn seine Ressourcen – die Forschung spricht von der allostatischen Last. Ein gestresstes Gehirn will überleben; gute Entscheidungen und logisches Nachdenken sind dann nicht mehr wichtig.

Warum tun Natur, Grün und der Blick aufs Meer dem Gehirn gut

Raus in die Natur ist für das Gehirn immer ein Gewinn – wahrscheinlich, weil wir lange in Höhlen und in der Natur gelebt haben. Spannend: Es muss nicht einmal echte Natur sein, primär wirkt die Farbe Grün. Noch besser ist ein Wald oder ein Park, weil dort verschiedene natürliche Lichtmuster aktiv sind.

Diese Lichtmuster beeinflussen die Rhythmen im Gehirn. Bestimmte Rhythmen hängen mit Entspannung und Lernfähigkeit zusammen. Teresa beschreibt es so: Das Gehirn ist ein Orchester, ein visueller Reiz mit Mustern wirkt wie der Dirigent und hilft ihm leichter in diese Rhythmen.

Auch der Blick auf den Horizont oder das Meeresrauschen beruhigt: Die Wellen liefern eine gleichmässige, vorhersehbare Information. Das Gehirn kann voraussehen, wie die nächste Welle aussieht. Alles Unvorhersehbare führt zu einer leichten Stress-Response, alles Gleichmässige ist positiv.

Wie entlaste ich mein Gehirn im Alltag konkret

Teresas wichtigste Hebel sind einfach: viel Schlaf und immer wieder reizarme Phasen – ein entspannter Spaziergang um den Block ohne Musik und Kopfhörer. Fahrrad- und Fusswege verbringt sie bewusst ohne Input.

Entscheidend ist der Fokus auf eine Sache, denn echtes Multitasking gibt es nicht. Jeder Wechsel der Aufmerksamkeit kostet Energie – die sogenannten Switching Costs –, weil beide Informationen gleichzeitig im Arbeitsgedächtnis verarbeitet werden. Deshalb helfen auch lärmschützende Kopfhörer, um Störschall auszublenden – aber nur, wenn du nicht gleichzeitig vier Tabs offen hast.

  • Aufgaben bündeln, z. B. E-Mails nur alle paar Stunden beantworten
  • gleichmässige, meditative Bewegung wie Wandern – ein Fuss vor den anderen gibt dem Gehirn eine einzige Aufgabe
  • kurz die Augen schliessen, z. B. auf dem Crosstrainer, und den Körper spüren
  • immer wieder vom Bildschirm ins Grüne schauen oder um den Block gehen

Warum ist Regeneration beim Älterwerden und in hormonellen Phasen besonders wichtig

Hormone wirken stark aufs Gehirn. Sinkt der Östrogenspiegel in der Menopause, berichten viele Frauen von Schlafproblemen, Konzentrationsschwierigkeiten oder Brainfog – das ist keine Einbildung. Bildgebende Studien zeigen Veränderungen von Gehirnstruktur, Vernetzung und Glucosestoffwechsel. Diese stabilisieren sich mit der Zeit, weil sich das Gehirn anpasst.

Genau in dieser Übergangsphase muss das Gehirn viel lernen und sich anpassen – deshalb ist Erholung dann besonders wichtig. Das Gleiche gilt für Schwangere und für den monatlichen Zyklus: Phasen, in denen du dir bewusst etwas weniger zumutest und spazieren gehst. Bei Männern nimmt das Testosteron langsamer und ohne abrupten Einschnitt ab – den Begriff „Andropause" findet Teresa deshalb fast irreführend.

Die gute Nachricht: Das Gehirn bleibt in jedem Alter lernfähig. Es passt sich nicht nur an Dauerstress an, sondern kann auch wieder auf Entspannung zurückfahren – es ist nie verloren.

Welche Rolle spielen Ernährung, Wasser und KI für die Gehirngesundheit

Das Gehirn hat kaum Energiereserven und ist auf konstante Zufuhr von Nährstoffen angewiesen. Es besteht zu rund 80 % aus Wasser – ein Forscherkollege sagte Teresa scherzhaft, wir seien eigentlich alle „Gurken mit Angststörungen". Gerade mit zunehmendem Alter wird oft viel zu wenig getrunken.

Bei Brainfood ist es nicht so einfach, wie viele denken – ein Multivitamin löst das Problem nicht. Was die Forschung sagt: Es geht weniger um einzelne Wirkstoffe als um Ernährungsmuster wie die mediterran geprägte Ernährung, die in Beobachtungsstudien mit langfristiger Gehirngesundheit in Verbindung gebracht wird. Einzelne Wirkstoffe wie Vitamin B12 oder Eisen helfen bei einem diagnostizierten Mangel.

Beim Thema KI warnt Teresa vor zu viel Cognitive Offloading: Hilfsmittel wie Kalender oder Navi sind nicht schlecht, aber du solltest nicht alles outsourcen und selbst nicht mehr nachdenken. KI-Antworten überprüfen und hinterfragen – denn ein aktives Gehirn altert am besten.

Wichtig: Dauerhafte Konzentrationsstörungen, anhaltende Reizbarkeit oder Brainfog können viele Ursachen haben. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine ausgewogene Ernährung und sollten bei Bedarf mit einem diagnostizierten Mangel abgeklärt werden. Hormontherapien – auch für Männer – müssen immer individuell ärztlich abgeklärt werden. Hol dir bei anhaltenden Beschwerden ärztlichen Rat.

Der 100+ Expertentipp

Auf meine Standardfrage nach der einen Massnahme, die du unbedingt in deinen Alltag integrieren solltest, antwortet Teresa:

„Ruhephasen fürs Gehirn, Sport, Bewegung, all das liebt das Gehirn auch. Bewegung und Pausen sind die Nummer-1-Tipps. Und natürlich immer darauf achten, dass man sich ausgewogen ernährt."

Vom Wissen ins Machen: deine 3 Stufen

Quick Win

Vom Bildschirm regelmässig ins Grüne schauen oder kurz um den Block gehen — Natur und die Farbe Grün beruhigen dein Gehirn.

Quick Win

Auf der Couch Handy und Second Screen weglegen — nur dann verarbeitet dein Gehirn den Tag in Ruhe.

Bündeln & Koppeln

Immer nur eine Aufgabe machen statt Multitasking — jeder Wechsel kostet dein Gehirn Energie (Switching Costs).

Bündeln & Koppeln

E-Mails bündeln und nur alle paar Stunden beantworten — so muss dein Gehirn nicht ständig zum Umschalten Energie aufbringen.

Bündeln & Koppeln

Spaziergänge und Fahrradwege ohne Musik und Kopfhörer verbringen — reizarme Pausen sind ein grosser Vorteil fürs Gehirn.

Next Level

Gleichmässige, meditative Bewegung wie Wandern im Takt einbauen — eine einzige Aufgabe entlastet das Gehirn vom Gedankenkreisen.

Next Level

Auch am Wochenende einen ähnlichen Schlafrhythmus halten (max. zwei bis drei Stunden Abweichung) — grosse Verschiebungen wirken wie Jetlag.

Next Level

KI-Antworten überprüfen und hinterfragen, statt alles zu outsourcen — ein aktives Gehirn altert am besten.

Damit du morgen früh noch daran denkst

Der tägliche 100+ Funke: ein Impuls am Morgen, in zehn Sekunden gelesen — und du bist wieder bei deinem nächsten kleinen Schritt.

So sah der 100+ Funke am 22. Juli aus:

„Dein 80jähriges Ich hat gerade angefangen, Italienisch zu lernen. Mit 80. „Wozu?", fragt die Neandertalerin. „Weil mein Gehirn neue Verkabelungen liebt", sagt es. Neugier ist kein Luxus — sie ist Gehirnjogging für 100+. Lern heute ein einziges neues Wort.“

Mit dem Eintragen bekommst du den täglichen 100+ Funken per E-Mail. Abmelden jederzeit mit einem Klick. Datenschutz

Nicolas Selbsttest

Das Gehirn altert am besten, wenn es aktiv gehalten wird – diesen Satz haben wir alle verinnerlicht. Aber dass ich es auf Dauer auch überlaste, das war neu für mich. In meinem Gründeralltag, mit vielen Menschen, für die ich verantwortlich bin, dauernd neuen Themen und den privaten Themen dazu, war ich abends manchmal so, dass ich nichts mehr hören und nichts mehr sehen konnte. Einfach die Augen zumachen und schlafen ging auch nicht – ich musste erst runterkommen.

Zufrieden bin ich, weil ich gemerkt habe: Meine eigenen kleinen Fluchten aus dem Alltag funktionieren auch fürs Hirn. Das Meeresrauschen, der Blick aufs Meer, der Jakobsweg mit seinem gleichförmigen Takt – vergleichbar mit Yoga und Meditieren. Und das Hochschauen vom Bildschirm ins Grüne tut nicht nur den Augen gut, sondern auch dem Hirn.

Schwer fällt mir bis heute das Multitasking sein zu lassen. Ich dachte, Powerfrau heisst, möglichst viel gleichzeitig zu können – total falsch. Fokus auf eine Aufgabe, eins nach dem anderen. Und mir ist klar geworden: Das Gehirn hat keine Reserven, nur Wasser, deshalb ist Trinken und nährstoffreiche Ernährung so wichtig. Achtet auf euer Gehirn, so wie ihr auf Körper und Seele achtet – auch das Hirn möchte regenerieren.

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Häufige Fragen

Woran erkenne ich, dass mein Gehirn überlastet ist?

Das Gehirn hat keinen „Gehirnkater" wie der Muskel – es meldet sich subtiler. Typisch sind emotionale Unausgeglichenheit, Reizbarkeit und dass Musik oder Podcasts plötzlich zu laut und anstrengend werden. Auch der Überblick kann verloren gehen, bis du das Datum oder Jahr nicht mehr sicher weisst. Das Gehirn flüstert zuerst – wer erst beim Schreien reagiert, ist oft schon nahe am Burnout.

Ist Couch mit Handy und Netflix eine gute Erholung fürs Gehirn?

Für die Muskeln und den Körper ist Liegen gute Erholung, fürs Gehirn nicht. Es braucht reizarme Phasen, um die Informationen des Tages zu verarbeiten. Daddeln am Handy oder Netflix im Hintergrund hält es weiter stimuliert. Echte Pausen entstehen durch Ruhe, Spaziergänge ohne Input oder guten Schlaf.

Warum tut die Natur und die Farbe Grün dem Gehirn gut?

In der Natur wirken verschiedene natürliche Lichtmuster, die die Rhythmen im Gehirn beeinflussen – bestimmte Rhythmen hängen mit Entspannung und Lernfähigkeit zusammen. Spannend ist, dass laut Forschung primär die Farbe Grün wirkt, nicht zwingend echte Natur. Ein Wald oder Park ist besonders gut. Auch der Blick aufs Meer beruhigt, weil die Wellen gleichmässig und vorhersehbar sind.

Kann ich Dauerstress mit einem langen Urlaub ausgleichen?

Die Idee, sechs Monate durchzuarbeiten und dann einen Monat am Meer alles zu retten, klingt schön, funktioniert aber nicht gut. Hat sich die allostatische Last einmal aufgebaut, lässt sie sich nicht in einem Monat abbauen. Besser ist eine möglichst tägliche Entlastung – zum Beispiel jeden Samstag in die Natur. Das Gehirn kann in jedem Alter wieder auf Entspannung zurückfahren.

Warum braucht das Gehirn so viel Energie und Wasser?

Das Gehirn macht nur etwa 2 % der Körpermasse aus, verbraucht aber rund 30 % der Energie – auch im Ruhezustand. Anders als Muskeln oder Leber kann es kaum Energie speichern und ist auf konstante Zufuhr angewiesen. Es besteht zudem zu rund 80 % aus Wasser, weshalb ausreichend Trinken wichtig ist. Gerade mit zunehmendem Alter wird oft zu wenig getrunken.

Vom Wissen ins Machen.