How to 100+Vom Wissen ins Machen.
Selbstfürsorge

10 Longevity-Routinen aus einem Jahr Podcast: Wie kleine Alltagsänderungen Nicola fitter machten als je zuvor

Folge #25

Das Video läuft mit Untertiteln.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Stunden Bewegung pro Woche sind laut Demenzforscher (Folge 11) die einzige in Studien nachgewiesene Vorbeugung gegen Demenz – im Alltag, nicht als Sport.
  • Brot und Süsses ans Ende der Mahlzeit statt an den Anfang hält den Blutzuckerspiegel stabil – ohne auf Genuss zu verzichten.
  • Lösliche Ballaststoffe (Hülsenfrüchte, Samen) stärken die Darmbarriere und beugen stillen Entzündungen vor, die viele Alterskrankheiten mit auslösen.
  • Jeder Schluck Alkohol verursacht Leiden im Körper – weniger Alkohol bedeutet auch besseren Schlaf, weil der Körper ihn zwischen 2 und 3 Uhr verstoffwechselt (Folge 5, Folge 23).
  • Nicola hat ohne Diät, ohne Kalorienzählen und ohne Sport abgenommen – allein durch mehr Alltagsbewegung, Blutzucker-Balance und weniger Alkohol.
  • Der Schlüssel ins Machen: Mikroimpulse, mit dem Einfachsten beginnen und neue Routinen an bestehende koppeln – das schüttet Dopamin aus (Dopaminforscherin).

Das ganze Gespräch zum Nachlesen

Das vollständige Transkript der Folge — zum Mitlesen, Nachschlagen und Zitieren.

Transkript anzeigen

Nicola00:01

Hallo und herzlich willkommen zurück im Podcast zur Langlebigkeit. Unserem gemeinsamen Weg, die besten, die schönsten, die tollsten 100 plus Jahre zu erleben. Und ihr seht, ich bin live draußen und nämlich am Meer. Wo ich sitze, erzähle ich gleich nochmal. Denn in dieser Folge möchte ich mit euch gemeinsam so ein bisschen Bilanz ziehen über 2025. Es ist nämlich der letzte Tag heute, bevor es heute Nacht knallt und wir in 2026 übergehen. Und ich möchte mit euch so ein bisschen Resumé ziehen. Was haben denn die ganzen 100-Plus-Experten in meinem Podcast verändert? Also in meinem Leben haben sie total viel verändert. Und ich habe es mal in zehn Routinen, die ich mir neu angeeignet habe, tatsächlich zusammengefasst von denen ich euch erzählen möchte.

Hätte ich vor einem Jahr gedacht, dass ich so gut dastehen werde oder momentan sitzen? Ganz ehrlich gesagt nein. Mich um dieses Thema Longevity, Langlebigkeit zu kümmern, das war eine der besten Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe. Das muss ich echt so sagen. Und das war auch genau vor einem Jahr. Es war auch am Meer, nämlich auf einer Insel, auf der Insel Sylt.

Da hat mich eine Freundin mitgenommen, zu Silvester und um meinen Geburtstag zu feiern. Und da bin ich auf das Thema Longevity ja nicht gestoßen, sondern ich konnte es für mich zum ersten Mal formulieren. Das ist etwas, das mir Spaß macht. Da möchte ich tiefer bohren und wahrscheinlich allein schon deshalb, weil ich meine eigene Lebenshälfte ja schon überschritten habe. Ich werde jetzt dann 55. Also ...

Mein eigentliches Ziel ist, 104 Jahre alt zu werden, deswegen diese 100 plus im Namen. Also kann ich schon sagen, die Hälfte habe ich schon überschritten. Und da fängt man ja doch an, sich ein bisschen mehr Gedanken zu machen. Was sollte ich, was kann ich noch jetzt ändern, damit ich möglichst gut, damit ich möglichst lebensfreudig, lebenslustig, möglichst gesund natürlich die nächsten Jahre und Jahrzehnte auch verbringen kann.

Man hat festgestellt, und das ist für mich die Riesenmotivation, diese Riesenkarotte, die da hängt mit 100 plus, man hat festgestellt, dass die Menschen, die jetzt schon über 100 Jahre alt werden, dass die eine sehr viel kleinere, kürzere Krankheitsphase ganz am Schluss haben. Und das ist es ja eigentlich, vor was wir uns fürchten, oder? Also nicht, dass wir alt werden. Also wir möchten doch alle möglichst ganz alt werden.

Aber wir möchten eben dabei gesund bleiben und eben nicht krank sein und nicht dieses Siechtum. Und bei den jetzigen, schon über 100-jährigen hat man eben festgestellt, dass die besonders kurz ist. Und das ist diese Riesenkarotte, die ich, wenn ich morgens aufstehe und denke so, was bringt der Tag? Dann denke ich mir so, er bringt auf jeden Fall etwas, was mich dazu motiviert, besser alt zu werden.

Nicola03:25

Denn wenn ich ehrlich bin, ist ja das, was uns davon abhält, besser alt zu werden, ist ja unser Leben. Das ist in den seltensten Fällen unser Körper, sondern es ist in den meisten Fällen unser Leben. Was wir essen oder eben auch nicht. Ob wir uns bewegen oder eben auch nicht. Und ob wir genügend Regenerations- oder Entspannungsphasen auch dazwischen haben, mit weniger Stress auch leben können, ⁓ besser und gesünder alt zu werden. Und da reicht es eben nicht, paar Pillen und Pülverchen zu schlucken, ⁓ möglichst wieder was auszugleichen, was ich in meinem Leben falsch mache oder nicht besser hinbekomme, sondern wir müssen es, das ist zumindest meine Schlussfolgerung, wir müssen es schon irgendwie hinkriegen, es ins Leben zu integrieren. Und das ist ja mein Ansatz bei diesem Podcast, dass ich nicht nur den Experten zuhören möchte, sondern deren ganz konkrete Empfehlungen für unseren Alltag etwas besser zu machen, für unsere Gesundheit, für ein besseres, längeres Leben auch zu nehmen und selbst auszuprobieren. Also vom Reden ins Machen zu kommen.

Nicola04:36

Deswegen ist erstaunlicherweise mein erstes Fazit vom Reden ins Machen zu kommen, nämlich erst der Forschung zuzuhören, den Experten, ⁓ dann in die Umsetzung zu gehen, ist erstaunlicherweise direkt im ersten Jahr schon, kann es nicht anders sagen, super positiv. Ich bin körperlich fit wie wahrscheinlich noch nie in meinem Leben, treibe aber weiterhin ehrlich gesagt keinen Sport. Ich bin, ja.

noch nie so wenig krank gewesen wie in 2025. Ich habe normalerweise diverse Erkältungen unterschiedlicher Grade, weil das immer so der Puffer ist, der meinen Körper mir gibt zu sagen, ey, wenn du nicht selbst runterkommst, dann muss ich dich runterbringen. War dieses Jahr wirklich ganz minimal. Und von der Ernährung her, ja. Ich habe noch nie abgenommen ohne Kalorien zu zählen oder eine Diät zu machen oder mich besonders viel zu bewegen und irgendwie sportlich zu machen. Und das ist mir dieses Jahr gelungen. Einfach nur, weil ich ja dem gefolgt bin, was mir die Ernährungsexperten zum Darm, aber auch zum Blutzucker mit auf den Weg gegeben haben.

Also alles in allem ein sehr schönes Jahr. Natürlich war es auch anstrengend. Ich weiß nicht, wie es bei euch war.

Wir haben ja alle so unser Päckchen zu tragen und die Jahre davor bei mir waren super intensiv. Das ist wirklich, dass ich heute so gut dastehe, freut mich deshalb umso mehr, weil das hätte ich, wie schon gesagt, vor einem Jahr nicht gedacht. Und jetzt kurz zu meinen zehn Routinen, die ich für mich entwickelt habe, ja...

das, was die 100-Plus-Experten hier im Podcast mit auf den Weg geben, umzusetzen und zu spüren, ist es was für mich? Bringt es mir was? Oder gucke ich nochmal, ob es nicht was anderes, was Besseres für mich gibt. Deshalb, was ich dir jetzt erzähle, muss nicht unbedingt für dich funktionieren. Aber vielleicht ist es ein kleiner Ansporn oder so eine Erinnerung an das eine oder andere Gespräch, was ich dieses Jahr im Podcast hatte, wo du schon dachtest, da kann ich vielleicht auch nochmal was für meinen Alltag mitnehmen und versuchen, neue Routine, eine neue Gewohnheit zu entwickeln.

Nicola07:03

Okay, bevor ich auf die zehn Routinen zu sprechen komme, die ich mir dieses Jahr in 2025 neu angeeignet habe, nochmal dieser ja vielleicht große Punkt, das sich in meinem ganzen Blickfeld auch verändert hat. Man redet ja auch so gern von Mindshift. Ja, da hat sich bei mir was verändert, nämlich mein Blick auf mich selbst, auf meinen Körper und auf mein Geist. Ich habe verstanden, dass ich eine Neandertalerin geblieben bin. Was heißt das?

Ich bin dazu gebaut, dass ich in Bewegung bin. Nicht, dass ich abends auf der Couch sitze und mir überlege, wie ich möglichst Bewegung aus meinem Alltag wegorganisiere. Sondern mein Blick ist inzwischen darauf gerichtet, wie kann ich möglichst viel Bewegung in meinem Alltag integrieren. Deswegen betone ich ja auch so immer, dass ich versuche, mich viel zu bewegen, aber nicht sportlich geworden bin. Und mir es nicht um Sport und Fitnessstunden geht, sondern darum eben möglichst viel in Bewegung zu bleiben. Und deswegen rede ich ab und zu wirklich mit meiner Nomadin in mir. Und wir halten so ein kleines Zwiegespräch, wenn ich vielleicht wieder so ein kleine Schweinehund Sekunde habe und dann sagt die zu mir, hey, ich brauche noch ein bisschen Bewegung, geh nochmal los.

Oder lass das jetzt bleiben. Ich kann nicht die ganze Zeit nur essen und rumsnacken, sondern ich brauch mal auch Phasen dazwischen, wo ich eben nichts esse. Und da hilft mir meine Nomadin in mir.

Nicola08:45

Deshalb auch die erste Routine, die ich mir angeeignet habe und die letztendlich auch diesen Podcast begründet hat. Ich kümmere mich wieder mich selbst. Damit meine ich jetzt nicht, dass meine Gedanken permanent mich selbst kreisen. Ganz und gar nicht. Aber ich versuche mich wieder selbst zu spüren, in mich reinzuhören, festzustellen, tut mir das jetzt gut oder brauche ich eigentlich gerade etwas ganz anderes?

Deswegen passt jetzt auch natürlich auch dieses Bild dieser inneren Nomadin, von der ich gerade gesprochen habe, mit der ich mich manchmal so unterhalte, auch ganz gut. Zum einen, weil es mir hilft, das ganz konkret zu machen. Zum anderen aber, weil es für mich auch so ein Bild ist, was funktioniert, wenn ich wieder in alte Muster zurückverfalle.

Ich habe in den letzten Jahren mich ⁓ alle anderen gekümmert, außer um mich selbst. Und deswegen bin ich sehr dankbar, dass ich Ende 2025 gesundheitlich, also körperlich und auch mental, so gut dastehe, weil das hätte auch ganz anders ausgehen können. Zum Glück habe ich irgendwie das Ruder rechtzeitig rumreißen können und das Beschäftigen, das intensive Auseinandersetzen mit wie bleibt Körper und Geist möglichst lange gesund, bevor er eigentlich krank wird. Also diese Prävention, dass ich mich so sehr damit beschäftige, das hat wirklich schon das kurzfristige Ergebnis gebracht, dass ich an mir selbst merke, es geht nicht nur darum, perspektivisch die 100 Plus im Kopf zu haben, nein, sondern es tut mir jetzt schon kurzfristig direkt gut, indem ich fitter.

energievoller und letztendlich wieder viel lebenslustiger Und ich erinnere mich wirklich, und das ist so eine kleine Karotte für mich, neben der Nomadin, dass mein Vater mir in den letzten Jahren seines Lebens immer wieder gesagt hat, hey, denk dran, Tochter, wenn ich da wieder so rumgegurkt bin, also tausend Dinge gerissen habe und mir selbst keine Pause gegönnt hat, habe, da hat er manchmal gesagt so, denk dran:

Du wirst auch nicht jünger.

Das sind immer so banale Sätze, wenn man das so erzählt, wie Kalendersprüche. Aber außer dass es jetzt ich in meiner Erinnerung von meinem Vater als etwas mitnehme, was mich noch begleitet, obwohl er schon da oben ist und von da oben zuguckt, ist es auch etwas, was wirklich vielleicht mit 20 noch nicht so relevant ist, mit 30 nicht, obwohl ja vieles.

Was wir mit 80, 90 dann sehen, wovon wir profitieren können, um gut in die 100 plus zu kommen, dass wir das schon mit 20 und 30 eigentlich anlegen können. Spätestens mit 40, 50 oder wie ich 55. Ja. Ist man hoffentlich so weit oder bin ich zum Glück so weit gekommen zu sagen, ich achte da jetzt mehr drauf und wenn ich nicht mache, macht es niemand anderes. Und deswegen ist das die erste Routine.

und die Basisroutine, die den Grundstein legt, wirklich hoffentlich tolle 100-plus Jahre zu erleben.

Nicola12:18

Meine zweite 100-plus-Routine, die ich in 2025 erfolgreich nachhaltig integrieren konnte in meinem Alltag, ist wirklich, ich überlege jetzt bei jeder Aktivität und jeder Planung, muss ich nicht, ich überlege gar nicht, ich muss gar nicht überlegen, plane ich zu Fuß.

Nicht mal mehr mit dem Fahrrad, das nehme ich natürlich weiterhin auch, aber es ist so in meine Gedankenwelt übergegangen, immer damit zu kalkulieren, auch zeitlich, dass ich etwas zu Fuß gehe, dass ich die Bewegung, also diese zehntausend Schritte oder vielleicht auch siebentausend Schritte täglich, die man gehen sollte, wie Studie bewiesen haben, locker hinbekomme. Und der Gamechanger, dass ich diese Routine auch wirklich für mich nachhaltig so umsetzen konnte, war das Gespräch mit dem Demenzforscher. Der hat nämlich im Podcast Nummer 11, war das wirklich, der hat ja gesagt, die einzige Evidenz, die es gibt, ⁓ Demenz vorzubeugen, also die einzige in Studien nachgewiesene präventive Maßnahme, die hilft, möglichst Demenz zu vermeiden, sind vier Stunden Bewegung pro Woche. Das hört sich für den einen viel an, für den anderen wenig. Aber es geht eben kontinuierlich diese vier Stunden auch hinzubekommen. Und das eben in einem Tempo, der das auch mal flott sein kann. Also es geht nicht sportlich, also Marathon zu proben. Nee, es geht im Alltag, diese vier Stunden Bewegung hinzubekommen.

Und da hat jeder so sein Maximum an Schnelligkeit, die er auch hinbekommt, weil man soll ja auch so bisschen wechseln mit langsamer, gemäßigt oder eben auch zügiger. Jeder nach seinem Tempo. Aber diese vier Stunden sind eben wichtig. Und der hat zurecht gesagt, wer diese vier Stunden bei 168 Wochenstunden nicht hinbekommt, der will vielleicht auch nicht gesund alt werden. Und da dachte ich, das hat was.

Und ich habe wirklich für alle, die meinen Insta-Account und Facebook regelmäßig lesen und angucken, haben das verfolgen können. Ich habe mir diese vier Stunden wirklich Woche für Woche angeeignet, über zwei, drei Monate. Ich habe auch eine Challenge draus gemacht, die könnt ihr auch runterladen. Aber ich habe da wirklich versucht, mein Mindset dahin zu bekommen, immer nur in Gehen zu denken, wenn es ⁓ Fortbewegung geht und Mobilität, wann immer es geht. Das geht natürlich in der Stadt viel einfacher als auf dem Land, ist mir schon klar. Da muss man vielleicht noch mal extra Zeit einplanen. Aber jeder von uns kann sich fragen, wo habe ich eigentlich unnötigerweise Bewegung in meinem Alltag wegorganisiert und die hole ich mir einfach wieder zurück. Ich glaube, das schafft jeder von uns, wenn er will.

Nicola15:36

Auch bei der dritten neuen 100-plus-Routine in 2025 bleiben wir noch bei der Bewegung. Es geht nämlich um ein neues Hobby, den Jakobsweg zu laufen. Beim Jakobsweg denken alle an Santiago de Compostella und an Hape Kerkeling und dass man da über Tage, Wochen, dann eben auf dem Weg ist mit dem Ziel in Santiago anzukommen. Das stimmt so auch grundsätzlich. Und auch ich bin bei meinem ersten Jakobsweg in Santiago angekommen, den ich dieses Jahr mit einer lieben Freundin gemeinsam gelaufen bin in Portugal. Ich habe auch darüber in einem Podcast berichtet. Aber er ist mir sozusagen auch im Alltag geblieben. Denn wenn man mal guckt, wo überall die Zubringerwege vom Jakobsweg sind, der ja schon, ich sage jetzt mal, Jahrtausende auf dem Rücken hat, dann merkt man, dass in seinem direkten Umfeld, egal wo man in Deutschland unterwegs ist oder in der Schweiz oder in Österreich, überall Jakobswege sind. Und was ich an diesem Jakobsweg so gut finde, außer dass ich die Erleuchtung hatte, ach Wandern, ich kann auch wandern und muss nicht unbedingt immer nur den Berg hochgehen, was ja, wenn man im Flachland Rheinland lebt, selten leider nur der Fall ist. Nein, ich kann auch wandern, sozusagen weit wandern im Alltag.

Und das ist das Schöne am Jakobsweg. Der ist ja aus dem Alltag im Mittelalter entstanden.

Und deswegen hat er auch immer sehr viel kulturelle Abwechslung mit dabei. Liegt an Klöstern oder Kirchen oder eben alten Bauten. Man muss gar nicht religiös unterwegs sein, ⁓ für sich vielleicht auch so ein bisschen was Spirituelles oder Meditatives da auch rausziehen zu können. Und hat gleichzeitig den Vorteil, man ist logistisch immer super angebunden. Also du kannst dir mal vornehmen, einfach drei Tage von Aachen nach Köln zu laufen, beziehungsweise von Köln nach Aachen. Aber du kannst auch nach einem Tag abbrechen. Oder du kannst noch mal zwei Tage dranhängen und weiterlaufen, weil ja überall Busse und Bahnen sind und du nicht irgendwo auf dem Berg oben bist und erst mal zu einer Hütte wiederkommen musst. Also die Logistik eine ganz andere ist. Nee, der Jakobsweg, der ist etwas, was im Leben stattfindet. Und deswegen ist er für mich eigentlich neben der Bewegung und dem Wandern viel mehr zu einem Art Reset-Knopf geworden. Wisst ihr was ich meine? Den ich so im Kopf hier umstellen kann, wenn ich merke, boah, das Hamsterrad hat mich schon wieder im Alltag eingefangen, dabei wollte ich doch unterschiedliche Sachen auch wirklich anders angehen in Zukunft, dann begebe ich mich auf ein Stück Jakobsweg und das hilft mir direkt, hier den Hebel in meinem eigenen Kopf umzustellen. Klappt echt super.

Also klappt für mich besser als jegliches Wellnesswochenende, was ich Ewigkeiten hinausziehe oder irgendwelche andere Themen. Sondern ich kann einfach gucken, wo gibt es den nächsten Jakobsweg, den laufe ich ein Stück und zack, passiert hier oben direkt was. Klappt super.

Nicola18:50

So, und meine vierte 100-plus-Routine, die ich mir in 2025 neu angeeignet habe, ist das Dog Sharing. Also nicht Carsharing, also Autoteilen, das mache ich ja schon seit Jahren, sondern auch den Hund zu teilen. Was das jetzt mit 100 plus zu tun hat? Die die einen Hund haben, wissen ganz genau, naja, also 7000 Schritte pro Tag oder 10.000 Schritte pro Tag sich zu bewegen ist gar kein Thema, wenn man einen Hund hat, dem man dreimal am Tag auch rausgeht. Und ich kann mir aber keinen Hund dafür anschaffen und will es auch nicht, weil ich mitten in Düsseldorf wohne und ich will auch noch unabhängig bleiben. Und ich kann auch größere Hunde in der Stadt nur schwer sehen, weil ich mir immer denke, boah, die kriegen doch echt nicht genügend Auslauf, da muss man doch einfach noch eigenen Garten mit dabei haben oder eben in Wald Nähe auch leben. Dog Sharing ist aber was wunderbares, weil ich mir sozusagen einen Hund teile, mit Freunden, die einen Hund haben. Also insofern ist Teilen natürlich jetzt nicht so. Der Hund gehört schon denen, aber ich bin die Patentante. So wie ich auch menschliche Patenkinder habe, von denen ich dann manchmal auch immer wieder froh war, sie wieder zurückgehen zu können, geht es eben auch mit den Hunden. Was mir aber zu den Hunden einfällt zum Thema 100 plus ist, klar, du kommst in Bewegung. Also dieser eine Tag, den ich mit dem Balu, dem Labrador Rüden verbringe, weiß ich schon, den reserviere ich mir, besonders viel Zeit zu haben auch in Bewegung mit ihm zu sein. Und dann stravanzen wir da durch die Stadt, durch Düsseldorf am Rhein entlang, wo auch immer, und sind drei, vier Stunden mindestens unterwegs. Dann aber ist das auch so, so ein Hund ist ja das beste Datingtool. Also für alle, die sagen, Mensch, ich fühl mich schon ab und zu recht einsam oder würd auch gern mal wieder neue Menschen kennenlernen und hab per se einfach zu wenig Kontakt mit Menschen. Hey, mit einem Hund.

Ich sag euch, fliegen euch die Herzen zu und man kann mit jedem super ins Gespräch kommen. Natürlich schenkt so ein Hund auch wahnsinnig viel Liebe zurück, insofern allein das schon streichelt ja die Seele und hat das Thema mit Einsamkeit oder auch Selbstfürsorge dafür zu sorgen, dass man sich gut fühlt.

Das können wir nicht zu 100 Prozent nur alleine erledigen. Dafür brauchen wir soziale Kontakte, dafür brauchen wir andere Menschen, aber auch andere Tiere. Ein Hund ist da super, eine Katze auch. Welches Tier du auch immer magst. Man muss es nicht immer besitzen, sondern man kann es auch teilen. Das vielleicht nur eine Idee, auf den Weg zu geben. Bei mir funktioniert das super.

Nicola21:54

Übrigens noch zur Ergänzung zum Thema Dog Sharing. Das ist übrigens auch der Grund, warum ich hier sitze. Warum ich hier in dem schönen Eastbourne sitze und meine Weihnachtszeit und auch Silvesterzeit hier verbringe. Und dann auch noch meinen Geburtstag hängt damit zusammen, dass ich einfach einen Tapetenwechsel gebraucht habe. Und dann habe ich gesagt, ich will keinen klassischen Urlaub machen.

Ich will weder so weit wegfliegen, weil ich nicht unbedingt in der heißen Sonne sitzen muss. Mir reicht schon so eine Sonne wie heute. Ist doch wunderbar, oder? Ich möchte auch nicht Skilaufen gehen. Ich möchte auch nicht irgendwie klassisch Urlaub machen. Ich möchte ja auch weiter arbeiten, aber Tapeten wechseln. Und dann habe ich mich auf einer Plattform umgesehen, wo man eben Home- und Pet-Setting machen kann. Also wo man auf Tiere aufpasst, und dann eben auch in dem Haus entsprechend wohnt, weil die Tierhalter selbst im Urlaub fahren oder einfach nicht vor Ort sein können. Und so bin ich für vier Wochen hier in Eastbourne gelandet und passe auf eine wunderbare Golden Retriever Hündin auf und auf eine elfjährige Katze, die ganz schön hinter den Ohren hat.

Ja, und deswegen darf ich auch hier am Meer sitzen in der Sonne und euch darüber berichten, was mich dieses Meeresrauschen für ein Fazit hat ziehen lassen, weil es mich automatisch so ein bisschen immer direkt in die Entspannung bringt. Wenn ich am Meer sitze, wenn ich das Meerrauschen höre, dann kann ich am besten meine Ideen sammeln, auf mein Leben gucken in dem Fall, auf das zurückliegende Ja für mich so ein Fazit ziehen und dann zu sagen:

Wo soll es denn weitergehen? Und das finde ich gelingt für mich am Meer am besten. Und das zum Thema Dog Sharing. Man muss nicht alles besitzen. Man kann es auch teilen. Insofern kann man auch sogar einen Urlaub oder einen Ortswechsel zumindest damit verbinden und lernt fantastisch neue Leute, neue Orte und neue Situationen kennen, was zum Thema neugierig bleiben.

Die Gehirnzellen, die Neuronenbahnen immer wieder neu verknüpfen zu lassen, übrigens auch sehr hilfreich ist. Also 100 plus pur.

Nicola24:26

So, kommen wir zur fünften 100-plus-Routine, die ich mir in 2025 neu angeeignet habe. Und die liegt übrigens auch schon ein Jahr zurück. Nämlich vor einem Jahr auf dem Weihnachtsmarkt in Düsseldorf habe ich mir eine Klosterbürste gekauft. Kennt ihr Klosterbürste? Also ich kann es bis dahin noch gar nicht. Aber die ältere Dame an dem Bürstenstand, die hat mich so davon überzeugt, dass ich dachte, das probiere ich jetzt einfach mal aus. Also das ist eine Körperbürste.

Mit der kannst du sowohl das Gesicht als auch deinen ganzen Körper bürsten. Viele machen das ja unter der Dusche, ⁓ die Blutbahn besser zirkulieren zu lassen und dabei auch noch ein Peeling zum Beispiel zu machen. Die Klosterbürste hat aber nicht nur einfach Borsten, sondern die Borsten sind zusätzlich noch mit Kupfer legiert.

Und wenn diese kupferlegierten Borsten eben mit der Haut in Berührung kommen, dann entsteht da ein physikalischer Effekt, nämlich dass Anionen sich bilden und ja, das wirkt richtig unter die Haut. In die Zellen, in die Lymphen, also dass es nicht nur, sag ich mal, energetisch aktiviert, das Blut, sondern eben auch noch die Lymphen. Und jetzt sprechen wir eben von, wie bleiben wir auch begehrenswert und möglichst glatt, nämlich ohne Falten, bei unserem Weg älter zu werden. Und jetzt kann man sagen, ja, also, gibt es da Studien dazu? Nein, gibt es keine. Also ich habe zumindest noch keine gefunden. Ist mir auch egal, weil ich habe einfach ausprobiert. Also ich habe dieser Dame vertraut, die mir das erzählt hat und dachte, das finde ich richtig gut, weil was ich nicht mag, so 10.000, sage ich mal, Hautroutinen, Becherlein und Tuben oder Cremes und dass ich die dann auch noch mit in den Urlaub oder wenn ich wegfahre, auch noch mitnehmen muss. Solchen Ballast möchte ich gar nicht mehr haben. Ich habe also mein Hautöl und ich habe meine Klosterbürste, die habe ich immer mit dabei.

Das ist meine Hautpflege und so bürste ich mich jeden Tag auf jeden Fall im Gesicht und am Hals und übrigens auch am Dekolleté und auch an den Händen. Darüber hatte ich auch schon mal berichtet letzten Sommer und ich habe wirklich weiter gemacht. Ich mache das jeden Tag und ich kann wirklich behaupten für mich selbst, ich habe recht jung gebliebene Hände wieder bekommen. Es gibt ja so Stellen, die Hände, das Dekolleté, der Hals und natürlich das Gesicht.

Wo ich finde, ja, da kann man dann das Alter anhand der Faltenspuren schon mal einschätzen. Und den Stellen widme ich mich besonders. Ansonsten beim Duschen auch gern mal dem ganzen Körper. Und für mich funktioniert das perfekt. Klosterbürste! Die schafft es, dass ich morgens in den Spiegel gucke und sage, hey, ich finde es schön, was mich da anlächelt.

Wann konntest du das das letzte Mal machen? Na also, such dir irgendwas, was für dich auch funktioniert. Vielleicht ist es auch die Klosterbürste.

Nicola27:53

Ernährung ist ja für mich ein Riesenthema, einfach weil ich so gern esse. Und gefühlt hat man mir das mein Leben lang auch immer angesehen. Also ich war noch nie spindeldürr und für mein eigenes Körpergefühl ja, halt mit so den Schwankungen, die man so haben kann. Man man fünf Kilo mehr drauf, mal weniger, man fühlt man sich besser, mal weniger gut.

Es war aber immer ein Thema für mich, aber übers Abnehmen rede ich jetzt gar nicht, sondern über den Blutzucker. Wie schafft man es, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten? Weil es geht dabei nicht ums Abnehmen, sondern darum zu sagen, wenn ich eine Hafermilch im Kaffee trinke, zack, ist mein Blutzuckerspiegel oben.

Wenn ich mit einem süßen Frühstück wie ich gerne mit Marmelade und Honig am Tag beginne, zack, ist mein Blutzuckerspiegel oben. Und dieses zack nach oben und dann wieder nach unten sacken und wieder zack nach oben mit dem nächsten Snack, das kann auch ein Apfel sein, hat total viel Fruchtzucker, zack, ist der Blutzuckerspiegel wieder oben. Und da hat mir die Expertin, die Ernährungsexpertin, die sich gerade mit dem Blutzuckerspiegel auch beschäftigt hat einen super Hinweis mit auf den Weg gegeben, den ich echt verinnerlicht habe.

Und zwar, wenn ihr im Restaurant sitzt, ist doch normalerweise so, ja genau, man isst das Brot am Anfang. Total blöd oder? Zum einen, weil man ja dann schon satt wird. Aber blutzuckertechnisch kannst du es ohne schlechtes Gewissen gerne am Ende deiner Hauptspeise essen, zum Beispiel den Teller noch so richtig mit der aromatischen Soße noch mal leer zu tunken, aber eben nicht am Anfang. Am Anfang geht zack dein Blutzuckerspiegel mit nach oben. Wenn du es aber nach dem Gemüse, nach der Beilage, nach dem Protein und Eiweiß mit Fleisch oder eben auch Fisch am Ende isst, dann kannst du es mit gutem Gewissen auch richtig lecker auftunken. Und das ist für mich ein Riesenhinweis gewesen, weil ich liebe Brot schon. Ich esse zunehmend weniger, aber ganz drauf verzichten möchte ich auch nicht. Und jetzt mit dieser Reihenfolge, die mir erlaubt, ja weiterhin Brot zu essen, auch gerade im Restaurant, aber eben mit dem kleinen Twist nicht am Anfang, sondern eher am Ende. Das hat mir richtig geholfen.

Nicola30:31

Und auch meine siebte neue Routine, 100-plus-Routine in 2025, beschäftigt sich mit dem Thema Blutzuckerspiegel. Nur dieses Mal geht es um Süßes. Ja, also ich bin schon weiterhin so ein süßer Finger. Ich weiß natürlich, dass Zucker wirklich eher eine Droge ist und auch solche bezeichnet werden sollte, aber so ab und zu brauche ich schon immer wieder mal was Süßes. Und der Tipp aber zu sagen, hey, kannst dir ohne schlechtes Gewissen, was den Blutzuckerspiegel betrifft, am Ende einen Nachtisch gönnen, stattdessen aber diese süßen Snacks zwischen den Mahlzeiten eben sein zu lassen, hat mich total nach vorne gebracht. Warum? Weil ich wieder das Gefühl habe, wie schon beim Brot, meine Routine, die ich gerade schon besprochen habe, es mir das Gefühl gibt, ich muss auf nichts verzichten.

Ich muss nur einen anderen Twist in meinen Alltag reinbringen. Und der bedeutet eben, kann mich bei jedem Essen darauf freuen, zu sagen, ja, ich darf noch einen Nachtisch nehmen und kann damit, ohne irgendwelche Süßhunderattacken zu bekommen, zwischen den Mahlzeiten total darauf verzichten und an jeder Eisdiele oder Schokolade oder Gummibärchen vorbeigehen ohne dass sich da bei mir irgendwie was tut oder ich das Gefühl habe, boah, ich würde gerne, aber ich darf ja nicht. Denn das mit dem nicht dürfen, das wissen wir ja schon, das klappt in den seltensten Fällen. Aber auch hier ist es wieder, also ich habe meinen Blutzuckerspiegel im Griff. Ich kann ihn also schön in Balance halten. Wir reden jetzt eben wie gesagt nicht übers Abnehmen, weil ich mein mit Zucker ist Energie, sinnlose Energie. Ich mein, ne?

Das geht auf die Kalorien und damit auf die Hüfte. Darum geht es jetzt gerade nicht, sondern eben über den Blutzuckerspiegel. Indirekt aber geht es auch ⁓ dein Hüftgold. Wenn der Blutzuckerspiegel eher ausgeglichen ist, schützt das nicht nur besser dein Herz und deine ganzen Gefäße und Zellen letztendlich im Körper, neben dem ganzen Diabetes-Vorsorge.

Sondern, wie heißt es, ich hab's zumindest für mich gemerkt, der Hieb auf Süßes lässt damit auch nach. Aber ist auch klar, weil nicht immer zack, wieder runter, hoch und dann wieder runter. Dieses Achterbahnfahren, das nimmt eben ab und das lässt dich ja besser resistent werden, permanent immer nach diesem süßen Heap nachgeben zu wollen. Nachtisch ja.

Süßes Snacks dazwischen nein und auch dieses Brot vor dem Essen. Lieber nach dem Essen zum Tunken nutzen. Beides zwei ganz einfache, simple Tipps für den Alltag, deinen Blutzuckerspiegel ausgeglichen zu lassen. Bei mir funktioniert das super.

Nicola33:42

Was auch super funktioniert, apropos Ernährung, ist auch meine achte Routine, 100 plus Routine, neu in 2025 und zwar meine neue Liebe für lösliche Ballaststoffe.

Ich bin mal ehrlich, ich wusste die gibt es, Ballaststoffe, und dass es da auch Unterschiede gibt, löslich, unlöslich. Hätte sie mich gefragt, was bedeutet das, wo ist was drin, hätte ich dir auch nicht richtig antworten können. Dafür habe ich der Expertin richtig gut zugehört und richtig verinnerlicht, was die über stille Entzündungen erzählt hat. Nämlich diese Entzündungen, die wir nicht merken, die tun auch nicht weh.

die aber im ganzen Körper mit zunehmendem Alter auch zunehmen. Und so viel weiß man inzwischen echt verantwortlich ist für sehr, sehr viele ernstzunehmende Krankheiten, die gerade mit zunehmendem Alter dann auch ausgelöst werden. Da reden wir nicht nur über Krebs, da reden wir über Herz-Kreislauf-Leiden. Also wirklich die möglichst zu minimieren. Und zwar schon in ganz frühen Jahren. Da kann man nicht früh genug damit anfangen.

Das ist echt ein Gamechanger. Wenn man sagen möchte, ich möchte mit 80 noch so dastehen, dass ich sage, ich habe richtig Bock auf die 100 plus. Und dazu brauche ich genau hier die Darmbarriere. Die Darmbarriere, die ist dafür zuständig, zu verhindern, dass die schlechten, krank machenden Bakterien durchkommen und damit Entzündungen verursachen können im ganzen Körper. Und was hilft dabei, diese Darmbarriere nach oben zu helfen? Genau, die löslichen Ballaststoffe. Alles, was so Hülsenfrüchte ist, aber viele Samen auch, die ich noch gar nicht kannte, die schön in einem Müsli, in einem fruchtigen Müsli oder Porridge liebe ich inzwischen. Da mache ich mir so eine richtig schöne Bowl.

Wer es aber lieber herzhaft haben möchte, der kann auch jederzeit sich so eine schöne Gemüsebowl, gerade auch mit so Ofengemüse, machen. Ich habe da zwei Rezepte entwickelt für mich selbst, die ich sozusagen wöchentlich anwende, weil ich mich so gut fühle danach, wenn ich bewusst mehr lösliche Ballaststoffe esse. Das ist nicht nur vorausschauend gegen diese stillen Entzündungen, die uns das gesunde Älterwerden wirklich schwer machen, sondern die direkt heute deine Körpermitte richtig ruhig nach unten bringen. Die Verdauung klappt besser, das mit dem Aufstoßen, Sudbrennen, alles wird total besser und auf dem Klo klappt es auch sehr viel besser. Also ein richtiger Gamechanger, diese löslichen Ballaststoffe.

Nicola36:47

Die neunte Routine, die ich mir neu zugelegt habe in 2025, ist die Routine zu Hause kein Alkohol mehr zu trinken. Hört sich jetzt vielleicht gar nicht so gigantisch an. Also für mich ist es ein Riesenschritt, weil ich auch zu Hause gerne Alkohol getrunken habe. Also ein Gläschen Wein abends, so in den Feierabend. Das war immer so ein Zeichen, okay, jetzt ist das Arbeiten vorbei. Es ist offiziell Feierabend.

Und ich hab's jetzt geschafft, mir dieses Gefühl über alkoholfreies Bier zu geben. Ich war nie Biertrinkerin. Deswegen fällt's mir aber auch nicht auf oder es ist kein Verzicht von Genuss, wenn ich beim Bier auf den Alkohol verzichte. Deswegen hab ich jetzt immer alkoholfreies Bier zu Hause. Wenn ich abends wieder in meine Routine komme, ich will den Feierabend einläuten, dann mach ich mir ein alkoholfreies Bier auf.

Und die Gespräche, gerade mit der Krebsforscherin, ich glaube, im Podcastfolge 23 war das, hat mir noch mal so klar gemacht, dass es leider inzwischen offiziell ist, dass jeder Schluck Alkohol weniger Leiden verursacht im Körper. Da gibt es keinen Drumherum. Also man kann natürlich bewusst sagen, ich gönne mir ein oder zwei Gläser die Woche.

Und das ist ja jedem selbst überlassen, diese Entscheidung zu treffen. Das mache ich genauso. Aber ich trinke wirklich dramatisch weniger. Es geht mir viel besser. Ich habe einen viel besseren Schlaf. Das hatte der Schlafforscher ja in Folge 5 auch schon gesagt. Die meisten Schlafprobleme können dadurch auch gelöst werden, indem kein Alkohol mehr getrunken wird, weil zwischen zwei und drei der Körper den Alkohol verdaut, den Verstoffwechselt, und wir dann dabei auch aufwachen und dann in eine schlechtere Schlafphase auch kommen. Das heißt, es hat letztendlich nur Vorteile, ⁓ Alkohol zu lassen und dieses Angeschickertsein, was man vielleicht auch ab und zu ganz gut findet, ja, das kann man ja ab und zu auch noch zulassen, aber eben nicht mehr dieses wahllose, ob man ein Glas trinkt oder die ganze Flasche Wein leer trinkt.

Das ist es eben nicht mehr. Und das, glaube ich, macht einen riesengroßen Unterschied. Genauso wie nicht mehr zu rauchen. Das sind diese zwei Punkte, die den Krebs wirklich ganz nach vorne bringt. Und wer sie lassen kann ...

große Präventionsvorsorge, die man dahin bekommt und sich Gutes tut. Lässt mich schon irgendwie gut spüren. Gut fühlen. Und spüren.

Nicola39:43

So, und meine 10. Routine, die ich mir in 2025 bewusst zugelegt habe, ist eine, ja, wahrscheinlich wirst du so bisschen grinsen, ist die Routine, dass ich mehr Smalltalk im Alltag zulasse. Mit Menschen, die ich gar nicht kenne, die mir begegnen. Denkst du, hä, warum, wieso? Ja. Es geht ja beim Thema Einsamkeit nicht nur darum, immer über den Freundes- und Bekanntenkreis zu gehen, sondern auch diese kleinen Punkte im Alltag, also dass ich immer wieder Kontakt zu anderen Lebewesen bekomme. Aber eben nicht nur zu Tieren, sondern eben auch zu Menschen, mit denen ich dann interagieren kann. Das tut nicht nur der Seele gut, sondern macht auch was im Gehirn eben aus.

Ich hab mir da was bei meinen Eltern abgeguckt. Als die noch gelebt haben, haben die mich regelmäßig in Düsseldorf besucht. Und dann sind die, wenn ich in der Firma war, immer auf die Einkaufsstraße gegangen und haben mir abends erzählt, da haben sie wieder den oder den Düsseldorfer kennengelernt. Und dann wurden sie auf einen Kaffee eingeladen oder auf ein Altbier. Und ich immer so, hä? Wie, habt die kennengelernt? Ich immer dachte so, ich hab auf ...

meiner Einkaufsstraße oder Nordstraße noch nie jemand einfach so kennengelernt oder im Supermarkt. Und dann habe ich die beobachtet und habe gesagt, ja klar, das sind halt beides Menschen, die gehen durch die Straße und grüßen. Guten Morgen, hallo, guten Abend. Das ist schon mal ein Riesenunterschied in der Stadt, oder? Also ich meine, auf dem Land ist es ja nochmal anders, aber in der Stadt. Und dann haben die den Blickkontakt gesucht beziehungsweise gehalten. Die Düsseldorfer haben natürlich total überrascht und meistens erfreut reagiert, wenn man sich sogar grüßt. Ja, und dann haben die direkt übers Wetter gesprochen oder wie sie die Düsseldorfer finden, weil mein Vater war ja Bayer, also hat tiefstes Niederbayerisch gesprochen. Meine Mutter war Badenzerin, hat also schön badenzert und fast schon nicht geschwäbelt, sondern badenzert. Das ist noch mal was anderes. Und das sind jetzt beide so Dialekte, die kommen eigentlich ganz gut an bei den Menschen. Ja und damit haben die auch so gespielt. So und da dachte ich mir, also nicht, dass ich ein unfreundlicher Mensch wäre, aber wenn ich auf dem Fahrrad fahre, habe ich schon immer die Menschen angelächelt. Aber ich bin jetzt nicht ins Gespräch gekommen oder hatte auch kein Interesse dran oder hatte meine eigenen Gedanken. Ich weiß es gar nicht. Warum eigentlich nicht?

Wo es mir doch meine Eltern so vorgelebt haben. Und jetzt, wo beide tot sind, dachte ich mir, das haben die immer so gut gemacht, das probiere ich jetzt auch mal aus. Und siehe da auf einmal, das klappt im Supermarkt, auf der Straße, mit älteren Menschen, mit jüngeren Menschen, mit Hundehalter und -innen oder eben auch ganz ohne. Wenn sich die Gelegenheit gibt, einfach das naheliegendste Thema aufgreifen.

Das ist halt oft das Wetter oder wenn man an der Straße steht der Verkehr oder wenn es mit Tieren geht. Ja, irgendwas zu den Tieren fällt einem ja ein. Und allein schon diese positive Überraschung auf der anderen Seite mitzuerleben ist schon etwas, was mich zumindest gut fühlen lässt. Wenn ich ehrlich bin, mir tut es auch gut. Und deswegen, wo ich jetzt hier in Eastbourne sitze alleine mit Hunde und Katze zu Hause zum Hüten, Aber ja, sonst kein Menschen, keine Freunde und Partner mit dabei. Mit den Engländern geht das genauso. Und ich kann euch verraten, die Engländer sind überraschend wirklich total offen und aufgeschlossen. Also ich bin hier so in den letzten zwei Wochen so herzlich aufgenommen worden, weil man natürlich meinem Englisch auch anhört, dass es jetzt kein einheimischen...

einheimische Englisch ist, sondern ein schönes deutsches Englisch. Und das macht aber nichts, sondern die machen dann Komplimente, wie toll man Englisch spricht und schon ist man mit im Gespräch. Finde ich super.

Das ist vielleicht auch ein Weg vom Digitalen weg wieder mehr ins Analoge zu kommen, einfach ins Gespräch zu kommen. Also ich merke einfach, wie es mich erfüllt, wie es mich wieder bestätigt, dass ich auch sehr gut alleine unterwegs sein kann, weil es auch an einem selbst liegt, wie man auf andere wirkt und ob man ins Gespräch einfach kommt oder ob es bisschen schwieriger ist, mit mehr ins Gespräch zu kommen. Und da bedanke ich mich wirklich bei den Engländern hier gerade aktuell. Ansonsten bei meinen beiden Eltern, dass die mir das sehr gut vorgelebt haben. Und ich muss sagen, die waren bis zum Schluss beide nicht einsam. Ja, die sind sehr lebensfroh bis, ich muss fast sagen, bis in ihre letzte Minute sehr lebensfroh geblieben. Vielleicht ein Grund, dass sie immer wieder ins Gespräch mit anderen Menschen auch einfach gekommen sind. Erleichtert vieles. Ja. Und wärmt das Herz, das auch.

Nicola45:16

Das waren nun meine zehn neuen 100 plus Routinen, die ich in 2025 neu in meinen Alltag integriert habe und die mich wirklich einfach sehr viel besser fühlen lassen. Wie gesagt, ich bin fit, ich fühle mich körperlich wirklich wieder auf der Höhe. Ich bin zum Glück toi toi toi echt gesundheitlich wenig angeschlagen.

Und von der Ernährung her, es fühlt sich doch gut an, wenn die Hosen besser passen und nicht immer irgendwie zwicken. Also dieses Abnehmen, Kilos zu verlieren, ohne es bewusst über Diäten, FDH oder was auch immer zu steuern, das ist eine ganz neue Erfahrung für mich. Und ja, das Thema Darmbarriere hochziehen, Blutzucker senken bzw. Balance zu halten haben allein dazu geführt in Verbindung mit der Mehrbewegung im Alltag, dass ich wirklich Pfunde verloren habe. Ja, und vergessen, ja, und vergessen darf ich auch nicht, so Alkohol, also weniger Alkohol zu trinken, ja, in so Wein ist natürlich wahnsinnig viel Fruchtzucker. Das ist Zucker, auch das setzt sich auf die Hüfte. Das hat bestimmt auch dazu geführt.

Die Frage ist ja, was nimmst du jetzt davon mit oder kannst du davon mitnehmen in 2026? Also ich werde weiterhin neugierig bleiben. Nicht nur was die Experten betrifft aus den unterschiedlichsten Bereichen im Podcast How to enjoy 100 plus, sondern auch neugierig bleiben, immer wieder die Empfehlungen, die sie uns mit auf den Weg geben, auch auszuprobieren. Ich habe auch ab und zu mal eine Wochen Challenge laufen, weil ich finde, man muss ja mal reinprobieren, was einem persönlich auch besser liegen würde und nicht alles, was mir leicht fällt, fällt dir leicht und andersrum wieder zurück.

Und das finde ich, das habe ich von meinen Experten auch mitgenommen. Das klang immer wieder durch. Also nicht nur generell mehr auf sich selbst zu hören, immer wieder mal in seinen Körper reinzuhorchen. Was tut mir gut? Was tut mir weniger gut? Sondern so diese drei Tipps, es sich einfach zu machen. Also was immer geht, wirklich egal was du dir jetzt vornimmst an guten Vorsätzen oder wie du es auch immer nennen willst, neuen Routinen, neue Gewohnheiten sich anzueignen. Versuch, erstens, dir Mikroimpulse zu geben. Also ich bin wirklich viel besser damit gefahren, nicht immer zu sagen, ich bewege mich jetzt bewusst heute Abend eine Stunde und übermorgen wieder eine Stunde, also zum Beispiel diese vier Stunden Bewegung pro Woche hinzubekommen, nein, sondern alles was jetzt geht zum Einkaufen, laufen. Zum Arzttermin, laufen. Zum Friseur, laufen. Kannst du alles schon in deinen Alltag integrieren. Und eben nicht auf eine Stunde Fitness, Sport warten, sondern in 23 Stunden Alltag einfach schon sehr vieles mitzuerledigen. Also das ist die erste, wie ich finde, auch mentale Erleichterung, die man sich da geben kann. Die zweite ist beginn immer mit dem Vorsatz, der dir am leichtesten fällt. Also, ich sag jetzt mal, Treppe statt Rolltreppe und Aufzug. Ich glaub, fällt uns allen einfach. Solange wir keine Gehbehinderung haben. Einfach machen. Da musst du gar nicht drüber nachdenken, geh ich jetzt noch ne Runde joggen oder geh ich jetzt noch ins Fitnessstudio, sondern du kannst einfach alle Treppen, die du siehst, die nimmst du auch und nichts anderes. Zum Beispiel.

Oder Dinge, die dir einfach mental einfacher fallen. Wenn du sagst, Zucker zu verzichten, fällt mir einfacher als auf Alkohol. Dann fängst du mit Zucker an und nicht mit Alkohol. Weißt du, was ich meine? Das ist die zweite. Also Mikroimpulse, dann mit dem Einfachen zu beginnen. Und das dritte, das wäre wirklich meine eigene, ja, erfolgreichste Tipp, den ich bei mir gespürt habe. Immer versuchen, mich zu koppeln und zu bündeln.

Wenn du Mikrobewegungen wie zum Beispiel Workouts, Muskelaufbau, Kniebeugen, auch immer, beim Zähneputzen miterledigst oder etwas vor oder nach dem Zähneputzen versuchst, eine Routine zu bekommen, dann hast du ja etwas, was du schon täglich machst und was du eben ergänzen kannst mit etwas, was du neu reinbringen möchtest.

Oder wenn du eine andere Gewohnheit hast, die du täglich machst. Weiss nicht, beim Weggehen, beim Nachhause kommen, vielleicht in deiner Mittagspause. Versuch da einfach was anzudocken. Und zwar einen kleinen Schritt muss nicht immer das große Wow-Erlebnis sein. Einfach ein kleiner Schritt und versuch das in eine Wiederholung zu bekommen. Weil das ist etwas, das habe ich von der Dopaminforscherin gelernt.

Wenn wir in die Wiederholung kommen und uns dann mit belohnen können, dass wir sagen, wir haben es geschafft und es geht uns direkt besser, dann wird Dopamin ausgeschüttet. Und dann kommen wir auf Dauer sehr viel einfacher und nachhaltiger eben in die neue Routine. Neue Routine hinzubekommen, besser, gesünder, lebenslustiger, älter zu werden und möglichst 100 Plus zu erreichen.

Das bleibt das Thema auch in 2026, nicht nur in meinem Podcast, sondern auch auf meinem Insta-Account und Facebook. Deswegen guck immer gerne vorbei. Da berichte ich über meinen eigenen Weg und trigger auch mal die eine oder andere Challenge an, damit du in was anderes rein traust und dich vielleicht neu in Bewegung bringst oder neue Ernährungstipps bekommst oder auch...

Hinweis, wie du Stress los lassen kannst, besser in die Regeneration kommst, weil darüber aktivieren wir am besten unsere Selbstheilungskräfte. Und das ist es eben, was ich gelernt habe in 2025. Unser Körper, der ist so toll, aber ist eben Neandertaler geblieben. Und er ist dann noch viel toller, wenn er in Bewegung gebracht wird, weil dann bleibt er auch gesund, dann aktiviert er unser Immunsystem und damit unsere Selbstheilungskräfte. Und das ist etwas, was uns möglichst lange gesund hält. Auf ein gutes 2026 und ich freue mich schon auf den nächsten Podcast mit dem ersten 100 plus Experten oder Expertin im neuen Jahr. Bis dahin, Deine Nicola.

Transkript der Folge „10 Longevity-Routinen aus einem Jahr Podcast: Wie kleine Alltagsänderungen Nicola fitter machten als je zuvor“ — automatisch erstellt und redaktionell geprüft.

Am letzten Tag des Jahres sitzt Nicola am Meer in Eastbourne und zieht Bilanz: Was haben ein Jahr Podcast und all die 100-plus-Experten in ihrem Leben verändert? Ihre Antwort sind zehn ganz konkrete Routinen, die sie sich 2025 neu angeeignet hat – von vier Stunden Bewegung pro Woche über Brot am Ende der Mahlzeit bis zu mehr Smalltalk im Alltag. Du nimmst daraus mit, wie du Expertenwissen in echte Gewohnheiten verwandelst, die sich sofort gut anfühlen.

Warum hält uns vor allem unser Leben vom gesunden Altern ab?

Nicolas zentrale Erkenntnis aus einem Jahr Podcast: Was uns davon abhält, besser alt zu werden, ist in den seltensten Fällen unser Körper – es ist unser Leben. Was wir essen oder nicht, ob wir uns bewegen oder nicht, und ob wir genügend Regeneration und weniger Stress haben.

Die grosse Motivation dahinter: Man hat festgestellt, dass Menschen, die heute über 100 Jahre alt werden, eine sehr viel kürzere Krankheitsphase ganz am Schluss haben. Genau davor fürchten wir uns ja – nicht vor dem Altwerden, sondern vor dem Siechtum.

Deshalb reicht es nicht, ein paar Pillen und Pülverchen zu schlucken. Die Schlussfolgerung lautet: Die Empfehlungen müssen ins Leben integriert werden – vom Reden ins Machen kommen.

Wie bringe ich mehr Bewegung in den Alltag, ohne Sport zu treiben?

Nicola treibt nach eigenen Worten weiterhin keinen Sport – und ist trotzdem körperlich fit wie wahrscheinlich nie. Ihr Bild dafür: Sie ist eine Neandertalerin geblieben, gebaut für Bewegung. Statt Bewegung wegzuorganisieren, fragt sie sich, wie sie möglichst viel davon in den Alltag holt.

Der Gamechanger war das Gespräch mit dem Demenzforscher in Folge 11: Die einzige in Studien nachgewiesene präventive Massnahme gegen Demenz sind vier Stunden Bewegung pro Woche. Sein Satz blieb hängen: Wer diese vier von 168 Wochenstunden nicht hinbekommt, will vielleicht auch nicht gesund alt werden.

  • Standardmässig alles zu Fuss planen – auch zeitlich von vornherein einkalkulieren.
  • Auf Wege achten, die man unnötig wegorganisiert hat, und sie sich zurückholen.
  • Tempo wechseln: mal gemächlich, mal zügig – jeder nach seinem Maximum.
  • Die rund 7.000 bis 10.000 Schritte täglich so locker erreichen.

Was bringt der Jakobsweg fürs gesunde Älterwerden?

Ein neues Hobby wurde zur Routine: der Jakobsweg. Nicola ist ihren ersten in Portugal mit einer Freundin bis Santiago gelaufen – aber das Eigentliche ist, dass überall Zubringerwege liegen, egal ob in Deutschland, der Schweiz oder Österreich.

Der Vorteil: Man ist logistisch immer angebunden, kann ein Stück laufen, nach einem Tag abbrechen oder zwei Tage dranhängen – Busse und Bahnen sind überall. Dazu kommen Klöster, Kirchen und alte Bauten für etwas Spirituelles oder Meditatives.

Für Nicola ist der Jakobsweg vor allem ein Reset-Knopf im Kopf geworden: Wenn das Hamsterrad sie wieder eingefangen hat, läuft sie ein Stück – und der Hebel im Kopf stellt sich um. Das klappt für sie besser als jedes Wellnesswochenende.

Wie halte ich meinen Blutzuckerspiegel im Alltag stabil?

Hafermilch im Kaffee, süsses Frühstück mit Marmelade und Honig, ein Apfel als Snack – überall fährt der Blutzuckerspiegel zack nach oben und sackt wieder ab. Dieses Achterbahnfahren wollte Nicola in den Griff bekommen, und zwar ohne aufs Essen zu verzichten.

Der Tipp der Ernährungsexpertin: Brot nicht am Anfang, sondern am Ende der Mahlzeit essen – nach Gemüse, Beilage und Eiweiss aus Fleisch oder Fisch. So kannst du den Teller mit gutem Gewissen leertunken, ohne dass der Blutzucker am Anfang hochschiesst.

Dasselbe gilt für Süsses: Lieber einen Nachtisch am Ende der Mahlzeit gönnen als süsse Snacks zwischendurch. Das hält den Blutzucker in Balance, schützt Herz und Gefässe – und der Heisshunger auf Süsses lässt mit der Zeit von selbst nach.

Was haben lösliche Ballaststoffe mit gesundem Altern zu tun?

Eine Expertin erklärte Nicola die stillen Entzündungen: Sie tun nicht weh, nehmen aber mit dem Alter zu und gelten als mitverantwortlich für viele ernste Krankheiten – von Krebs bis Herz-Kreislauf-Leiden. Je früher man gegensteuert, desto besser.

Entscheidend ist die Darmbarriere: Sie verhindert, dass krankmachende Bakterien durchkommen und Entzündungen im ganzen Körper verursachen. Und was sie stärkt, sind genau die löslichen Ballaststoffe.

  • Hülsenfrüchte und viele Samen in ein fruchtiges Müsli oder Porridge geben.
  • Wer es herzhaft mag: eine Gemüsebowl, gern mit Ofengemüse.
  • Effekt: bessere Verdauung, weniger Aufstossen und Sodbrennen – und es klappt auch auf dem Klo besser.

Warum lohnt sich weniger Alkohol für Langlebigkeit und Schlaf?

Nicola trinkt zu Hause keinen Alkohol mehr – ein grosser Schritt, weil das abendliche Glas Wein für sie immer das Zeichen für Feierabend war. Dieses Gefühl ersetzt sie nun durch alkoholfreies Bier, das ihr nichts vom Genuss nimmt.

Das Gespräch mit der Krebsforscherin (Folge 23) machte klar: Jeder Schluck Alkohol verursacht Leiden im Körper. Zusammen mit dem Nichtrauchen sind das die zwei Punkte, die in der Krebsvorsorge ganz nach vorne bringen.

Dazu kommt der Schlaf: Laut Schlafforscher (Folge 5) lösen sich viele Schlafprobleme ohne Alkohol, weil ihn der Körper zwischen zwei und drei Uhr verstoffwechselt – man wacht auf und rutscht in eine schlechtere Schlafphase.

Wie verwandle ich Expertenwissen in Routinen, die wirklich bleiben?

Nicolas Outro fasst ihre drei wirksamsten Prinzipien zusammen, mit denen aus Vorsätzen echte Gewohnheiten werden – einfach genug, dass man nicht lange überlegen muss.

  1. Mikroimpulse statt grosser Blöcke: nicht auf die Stunde Fitness warten, sondern in den 23 Stunden Alltag mit erledigen – zum Einkaufen, zum Arzt, zum Friseur laufen.
  2. Mit dem Einfachsten beginnen: den Vorsatz wählen, der am leichtesten fällt – Treppe statt Aufzug, oder lieber Zucker als Alkohol weglassen, wenn das leichter ist.
  3. Koppeln und bündeln: neue Mini-Gewohnheiten an bestehende andocken, etwa Kniebeugen beim Zähneputzen – das bringt sie in die Wiederholung.

Warum das funktioniert, hat Nicola von der Dopaminforscherin gelernt: Kommen wir in die Wiederholung und belohnen uns mit dem guten Gefühl, wird Dopamin ausgeschüttet – und so bleiben wir leichter und nachhaltiger bei der neuen Routine.

Wichtig: Die hier geschilderten Routinen sind Nicolas persönliche Erfahrungen aus einem Jahr Selbstversuch und ersetzen keine ärztliche Beratung. Was ihr guttut, muss nicht für dich passen. Bei Vorerkrankungen, Stoffwechselthemen, Verdauungsbeschwerden oder Fragen zu Alkohol und Ernährung besprich Änderungen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Manches – wie die Wirkung der Klosterbürste – ist nicht durch Studien belegt; Nicola weist selbst darauf hin.

Vom Wissen ins Machen: deine 3 Stufen

Quick Win

Mit dem Einfachsten beginnen: Ab heute alle Treppen nehmen statt Rolltreppe und Aufzug, und Brot oder Nachtisch ans Ende der Mahlzeit legen statt an den Anfang – ohne lange nachzudenken.

Bündeln & Koppeln

Neue Mini-Gewohnheiten an bestehende koppeln: Kniebeugen beim Zähneputzen, kurze Wege grundsätzlich zu Fuss planen – so kommen die vier Stunden Bewegung pro Woche im Alltag zusammen.

Next Level

Grössere Resets fest einbauen: ein Stück Jakobsweg laufen, per Dog- oder House-Sitting Bewegung, neue Orte und Kontakte verbinden – und zu Hause auf Alkohol verzichten, etwa mit alkoholfreiem Bier als Feierabend-Ritual.

Damit du morgen früh noch daran denkst

Der tägliche 100+ Funke: ein Impuls am Morgen, in zehn Sekunden gelesen — und du bist wieder bei deinem nächsten kleinen Schritt.

So sah der Funke am 16. Juli aus:

Heute eine einzige Sache, nur für dich: fünf Minuten Stille, ein Glas Wasser am offenen Fenster, ein tiefer Atemzug — bewusst, ohne schlechtes Gewissen. Wer für alle sorgt, vergisst sich selbst zuerst. Heute nicht. Tipp auf „Gemacht". 💛

Mit dem Eintragen bekommst du den täglichen 100+ Funken per E-Mail. Abmelden jederzeit mit einem Klick. Datenschutz

Nicolas Selbsttest

Hätte ich vor einem Jahr gedacht, dass ich so gut dastehe? Ganz ehrlich: nein. Mich um das Thema Longevity zu kümmern, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich bin körperlich fit wie wahrscheinlich noch nie, war 2025 so wenig krank wie selten – und ich habe zum ersten Mal abgenommen, ohne Kalorien zu zählen, eine Diät zu machen oder Sport zu treiben.

Der grösste Mindshift: Ich habe verstanden, dass ich eine Neandertalerin geblieben bin – gebaut für Bewegung. Mit meiner inneren Nomadin halte ich kleine Zwiegespräche, wenn der Schweinehund ruft. Und die erste, die wichtigste Routine ist, dass ich mich wieder um mich selbst kümmere. Mein Vater hat mir damals gesagt: ‚Denk dran, Tochter, du wirst auch nicht jünger.‘ Diesen Satz nehme ich heute ernst.

Was ich mit ins neue Jahr nehme: neugierig bleiben, immer wieder Empfehlungen ausprobieren und in meinen Körper hineinhorchen – was tut mir gut, was nicht? Unser Körper ist toll, aber Neandertaler geblieben. Er wird noch viel toller, wenn er in Bewegung kommt, denn dann bleibt er gesund und aktiviert unsere Selbstheilungskräfte. Auf ein gutes 2026 – eure Nicola.

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Häufige Fragen

Wie viel Bewegung braucht man pro Woche für die Gesundheit?

Laut dem Demenzforscher in Folge 11 sind vier Stunden Bewegung pro Woche die einzige in Studien nachgewiesene präventive Massnahme gegen Demenz. Das ist kein Sport im Sinne von Marathontraining, sondern Bewegung im Alltag. Sinnvoll ist ein Wechsel aus gemächlichem und zügigem Tempo, jeder nach seinem eigenen Maximum. Vier von 168 Wochenstunden lassen sich gut im Alltag unterbringen, etwa indem man Wege zu Fuss erledigt.

Sollte man Brot vor oder nach dem Essen essen?

Aus Sicht des Blutzuckerspiegels ist es günstiger, Brot am Ende der Mahlzeit zu essen statt am Anfang. Am Anfang treibt es den Blutzucker schnell nach oben. Nach Gemüse, Beilage und Eiweiss aus Fleisch oder Fisch kannst du den Teller dagegen mit gutem Gewissen leertunken. So musst du nicht aufs Brot verzichten, sondern bringst nur einen kleinen Twist in die Reihenfolge.

Was bewirken lösliche Ballaststoffe im Körper?

Lösliche Ballaststoffe stärken die Darmbarriere, die verhindert, dass krankmachende Bakterien durchkommen und stille Entzündungen im Körper auslösen. Solche Entzündungen tun nicht weh, nehmen aber mit dem Alter zu und gelten als mitverantwortlich für viele ernste Krankheiten. Gute Quellen sind Hülsenfrüchte und viele Samen, etwa in einem Müsli, Porridge oder einer Gemüsebowl. Nebenbei verbessert sich oft auch die Verdauung.

Warum ist weniger Alkohol gut für den Schlaf?

Der Körper verstoffwechselt Alkohol typischerweise zwischen zwei und drei Uhr nachts. Dabei wacht man häufig auf und rutscht in eine schlechtere Schlafphase. Laut dem Schlafforscher in Folge 5 lassen sich viele Schlafprobleme lösen, indem man keinen oder weniger Alkohol trinkt. Zudem verursacht laut Krebsforscherin (Folge 23) jeder Schluck Alkohol Leiden im Körper, weshalb sich weniger Alkohol gleich mehrfach auszahlt.

Wie macht man aus guten Vorsätzen dauerhafte Routinen?

Nicolas drei Prinzipien: Erstens Mikroimpulse statt grosser Blöcke – Bewegung und gesunde Entscheidungen in den Alltag einbauen, statt auf die Stunde Fitness zu warten. Zweitens mit dem beginnen, was am leichtesten fällt. Drittens neue Mini-Gewohnheiten an bestehende koppeln, etwa Kniebeugen beim Zähneputzen. Kommt man in die Wiederholung und belohnt sich mit dem guten Gefühl, wird Dopamin ausgeschüttet – und die Routine bleibt eher bestehen.

Vom Wissen ins Machen.